Sozialpolitik : Das Altern gezielt selbst gestalten

Glückstadts VHS-Geschäftsstellen-Leiterin Gesa Borwieck (rechts) unterstützt Ulrike Neumann beim Aufbau der Pflegestützpunkt-Nebenstelle im Wasmer Palais.
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Glückstadts VHS-Geschäftsstellen-Leiterin Gesa Borwieck (rechts) unterstützt Ulrike Neumann beim Aufbau der Pflegestützpunkt-Nebenstelle im Wasmer Palais.

Jetzt bekommt auch Glückstadt einen Pflegestützpunkt. Im Wasmer Palais soll eine Nebenstelle eingerichtet werden.

shz.de von
23. Januar 2018, 04:48 Uhr

Seit Anfang Oktober gibt es am Itzehoer Klinikum einen Pflegestützpunkt. Demnächst soll eine Nebenstelle in Glückstadt eingerichtet werden. Als Standort wurde das Wasmer Palais gewählt. Dort ist auch die Glückstädter Volkshochschule beheimatet, die das Projekt unterstützt.

Pflegeberaterin Ulrike Neumann betont die Unabhängigkeit der Beratungsstelle, die je zu einem Drittel von Land, Kreis und Krankenkassen finanziert werde. „Wir werden hier in Glückstadt am Mittwoch, 7. März, starten“, sagt Neumann. Von 10 bis 14 Uhr werde sie in Raum 3 für Ratsuchende zu finden sein.

Eine Voranmeldung für diesen ersten Termin des Pflegestützpunktes ist bis zum 2. März unter der Telefonnummer 04821/9568799 möglich. „Wenn es gut anläuft, werden zeitnah weitere Termine folgen“, kündigt Neumann an. Angedacht sei ein achtwöchiger Rhythmus. Wer es nicht ins Wasmer Palais schafft: Möglich ist auch eine telefonische Beratung, „und ich mache auch Hausbesuche“, betont Neumann.

Am Standort des VHS-Gebäudes gefällt ihr vor allem, „dass es so zentral liegt und gut erreichbar ist“. Ihren Beratungsschwerpunkt umreißt Neumann mit einem Wort: „Prävention“. Die Beratung sei kostenlos und neutral. Soll heißen: Es gebe keinen Eigennutz seitens des Pflegestützpunktes. Auch die Daten würden „natürlich streng geschützt“.

Wer sich beraten lassen möchte, sollte nur eine Grundbedingung erfüllen: Er muss im Kreis Steinburg wohnen. Ansonsten seien alle Bürger willkommen, unter anderem Menschen mit Demenz, Haupt- und Ehrenamtliche aus dem Pflege- und Sozialbereich, und generell „alle, die sich mit dem Älterwerden beschäftigen und das Altern gezielt gestalten möchten“.

Auch das Spektrum der Themen ist fast grenzenlos. Wer unterstützt mich im Alltag? Woher bekomme ich Hilfsmittel? Und: Wie kann ich mein bisheriges Leben in vertrauter Atmosphäre weiterleben? Dies sind nur drei Fragen, auf die Ulrike Neumann gemeinsam mit den Betroffenen Antworten finden möchte.

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