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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 02:46 Uhr

Dammfleth ebnet Betrieben den Weg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 26.Feb.2016 | 11:14 Uhr

„Die Gewerbebetriebe, die man hat, muss man pflegen.“ Mit diesen Worten schloss Bürgermeister Delf Sievers eine erste öffentliche Vorstellung für die geplante Änderung von Flächennutzungsplänen innerhalb der Gemeindegrenzen. So will Dammfleth der im Stadtfeld angesiedelten Peters GmbH die Möglichkeit für eine Betriebserweiterung eröffnen. Wie der Itzehoer Landschaftsplaner Reinhard Pollok erläuterte, geht es um eine Fläche von rund 7500 Quadratmetern unmittelbar hinter dem vorhandenen Betriebsgelände. „Ziel ist die Sicherung und Weiterentwicklung des ansässigen Betriebes“, so Pollok. Dieser habe Bedarf für eine weitere Halle, für Lager- und Ausstellungsmöglichkeiten angemeldet. Die Zufahrt soll auch weiterhin über das vorhandene Betriebsgelände erfolgen. Gleichzeitig, so Pollok weiter, werde bei der Planung auch künftig „auf ein gesundes Verhältnis von Wohnen und Arbeiten geachtet“. Die für die Betriebserweiterung auf einer bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche erforderlichen Ausgleichsflächen würden „wohl aus dem Amtspool kommen“.

An den im bisherigen Bebauungsplan festgelegten Vorgaben werde nichts geändert. So wies Pollok daraufhin, dass die Fläche ausschließlich für die geplante Betriebserweiterung in Betracht komme. Die – zum Beispiel – Ansiedlung von Tanzpalästen, Tankstellen, Bars oder Trödelmärkten sei nicht zulässig.

In einem parallel laufenden Verfahren soll es auch eine Planänderung in Neufeld im Bereich einer dort stehenden Biogasanlage geben. Bislang ist die Erzeugung von Öko-Energie eng mit dem angrenzenden landwirtschaftlichen Betrieb verknüpft und planungsrechtlich als privilegiert eingestuft. Auf Antrag der von 14 Bauern aus der Wilstermarsch gebildeten Betreibergesellschaft soll die Biogasanlage jetzt zu einem eigenständigen Gewerbebetrieb werden. Hintergrund: Mit einem Verkauf oder der Aufgabe des landwirtschaftlichen Betriebes stünde der Weiterbetrieb der Anlage zur Disposition. Pollok: „Ohne Landwirtschaft müsste die Biogasanlage geschlossen werden.“

Um dem vorzubeugen will die Gemeinde einen so genannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan ausschließlich für den Bereich und den Betrieb der Biogasanlage aufstellen. Ein Ausbau der Anlage oder eine Erweiterung seien damit nicht verbunden und auch nicht vorgesehen, betonte Pollok.

Weil es eine neue Planung gibt, muss für das Areal auch eine neue Geräusch- und Geruchsimmissionsprognose erstellt werden. Auf Nachfrage von Delf Sievers teilte Pollok mit, dass diese vom TÜV bereits erstellt worden sei. Ergebnis: alles im grünen Bereich. Ohnehin sei dies auch nur dann von Bedeutung, wenn das Wohnhaus den Eigentümer wechselt. Bisher habe sich ja allenfalls der Betreiber selbst mit etwaigen Immissionen belastet.

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