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DAF: Neue Wählergemeinschaft vergrößert die Auswahl

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erstellt am 06.Mai.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Sozial, ökologisch, demokratisch. Mit diesen Schlagworten gründete sich nach der Abspaltung aus der SPD im Herbst 2011 Die Alternative Fraktion. Die Schlagworte gelten weiter, nun für eine neu gegründete Wählergemeinschaft unter Vorsitz von Rainer Lutz, die zur Kommunalwahl am 26. Mai antritt.

Damit gebe es keinen Weg zurück in die SPD, sagt Dr. Kirsten Lutz. Der Schmerz über den Verlust des Parteibuches werde bleiben, doch das Ausschlussverfahren habe die Betroffenen auch zusammengeschweißt. Deshalb wollten sie zusammenbleiben, und dafür fand sich unter den bestehenden kleinen Gruppierungen nicht die passende. Es gebe aber ein konstruktives und vertrauensvolles Miteinander - es eine die Kleinen, gegen CDU und SPD Flagge zu zeigen, so Rainer Lutz. Entstanden ist das während der Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren gegen das Alsen-Projekt. Dieses führte auch zu Erlebnissen, die mit entscheidend waren für die Gründung der DAF: "Da sind viele Sorgen offenbar geworden", sagt Kirsten Lutz. Sorgen, die sonst nicht so im Blick seien.

Arbeit und Soziales ist deshalb ein Schwerpunkt, gerade wegen der Entwicklung bei Prinovis, die noch viele negative Folgen haben werde. Die Südspange müsse jetzt kommen, das Gewerbegebiet Dwerweg erweitert werden, so Rainer Lutz. Zu viel Geld sei zuletzt in Konsum, zu wenig in Infrastruktur gesteckt worden. Als Beispiel dafür nennt er auch die nötige Sanierung der Volkshochschule und den Nachholbedarf bei Renovierungen in Schulen. Sehr genau werde die DAF auf die Schulden der Stadt achten, betont Kirsten Lutz. Überzogene Wünsche würden nicht erfüllt.

Auf der anderen Seite will die Wählergemeinschaft Bildung, Jugend, Sport, Kultur, Soziales, Umwelt und Gleichstellung fördern. Es gelte, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, innovativ zu denken und sich dabei auch einmal Zeit zu lassen, so Kirsten Lutz. Raum will die DAF schaffen, indem bei größeren Vorhaben reduziert wird - zuerst dem Alsen-Projekt. Das Haus der Jugend solle sofort an der Grunerstraße entstehen, auf Alsen eine bezahlbare Event- und Freizeitfläche unter Einbeziehung des Vereins "planet-alsen".

Das Stadtbild will die DAF mit einer erweiterten Gestaltungssatzung schützen, den öffentlichen Raum barrierefrei gestalten, die Baumschutzsatzung wieder einführen. Ziel ist auch, das Störtal gemeinsam mit Nachbargemeinden als Naturerlebnisraum zu erschließen. Bewegungsräume sollen, wie im Sportentwicklungsplan vorgesehen, geschaffen und Radwege erweitert werden. Ehrenamtliche Sportlotsen will die DAF ebenso installieren wie einen Kultur beirat.

Dass die Wählergemeinschaft dabei mit seiner Frau als Spitzenkandidatin antritt, nennt Rainer Lutz einen bewussten Kontrast zu den anderen. Mit dem gemeinsamen Wunsch nach Veränderung habe sich viel Erfahrung versammelt. Auch das ein Grund, zur Wahl anzutreten: "Das kann man nicht einfach für sich behalten."

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