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Dackel-Expertin gastiert beim Verein „Leselust“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Verein „Leselust“ lädt in Kooperation mit der Stadtbücherei Wilster am Montag, 18. April, um 19.30 Uhr wieder in den Spiegelsaal des Neuen Rathauses ein. Zu Gast ist diesmal Kirsten Wilczek, die aus ihrem Buch „Und wenn es getan werden muss – Blick’s Kosmos“ lesen wird.

Wilczek studierte Jura in Köln. Sie hat eine Kanzlei am Niederrhein und leitet mitverantwortlich eine Seniorenresidenz. Sie schreibt, seit sie denken kann. Das Denken habe bei ihr allerdings erst spät eingesetzt, sagt sie. Die Autorin dankt allen vorangegangenen und lebenden Familienangehörigen, dass sie so so sein kann, wie sie ist. Kirsten Wilczek bekennt freimütig, dass sie ohne Hund kein Mensch ist, seit 36 Jahren dient sie unter Dackeln. Sie ist fest davon überzeugt, dass mancher Diktator nicht seinen größenwahnsinnigen Fantastereien verfallen wäre, wenn die dickschädeligen Krummbeine an seiner Sozialisation beteiligt gewesen wären. Dieser Tage erwägt sie, Dackelzüchter in Moskau wie auch Brüssel zu kontaktieren.

Zu ihrem aktuellen Buch: Als Vertreter des Leiters der Grundsatzabteilung im Landeswirtschaftsministerium fristet Volkswirt Volkwart Blicks ein auskömmliches, unaufgeregtes Dasein, das nahezu ungestört von dem seiner Mitmenschen verläuft. Er lebt allein, pflegt keinen Freundeskreis, er ist sich selbst genug. Doch neuerdings plagen ihn Erschöpfungszustände, mitunter gar komatösen Ausmaßes. Auf der Suche nach der Ursache stellt Blicks, wenn auch versehentlich, sein Leben auf den Kopf. Dabei spielen Isidora del Castillo y Vasquez, die chilenische Küchenhilfe, und ihr Tablettwagen eine entscheidende Rolle: Eine Kollision, ein peinlicher Fleck, eine nicht ganz diskrete Reinigung, ein missglückter Vortrag – kurzum: Das Bild hängt schief.

Alle Bemühungen Blicks’, wieder abzutauchen ins Unauffällige, münden in ein noch größeres Desaster. Er weiß nicht weiter und schreibt einen Brief. An wen, bleibt zunächst offen. Wortreich will er sich in sein altes Leben, das eher einem Zustand glich, zurück schreiben, nur um mit jedem Satz mehr zu begreifen, dass es kein Zurück gibt.


>Anmeldungen aufgrund begrenzter Plätze unter 04823/921336. Der Eintritt ist frei. Zur Deckung der Kosten wird aber um Spenden gebeten.

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erstellt am 04.Apr.2016 | 09:48 Uhr

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