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Innenstadt : City-Manager soll für mehr Leben sorgen

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Innenstadt, Wirtschaftsförderung und Stadtjubiläum – diese drei Aufgaben soll der neue Stadtmanager übernehmen, auf den sich der Wirtschaftsausschuss jetzt einigte. Die Vollzeitstelle soll bis 2017 befristet werden.

Leerstehende Geschäfte, dünn besiedelte Gassen und wenig Angebot – ein Einkaufsbummel durch die Glückstädter Innenstadt ist wenig einladend. Doch damit soll jetzt endlich Schluss sein. Ein Stadtmanager soll den toten Gassen rund um den Marktplatz endlich wieder Leben einhauchen. Gleichzeitig soll er als Kümmerer für die 400-Jahr-Feier fungieren und die Wirtschaftsförderung der Stadt übernehmen – darauf einigten sich die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses bei ihrer letzten Sitzung.

Dass das Ergebnis bis auf eine Enthaltung der FDP einstimmig ausfiel, überraschte wohl selbst die Ratsmitglieder. Denn Ende des Jahres wurde über den Entwurf von Dr. Siegfried Hansen (Piratenpartei), die drei Aufgabenbereiche in einer Stelle zusammenzufassen, noch heiß diskutiert. Als „eierlegende Wollmilchsau“ bezeichnete Stefan Goronczy (FDP) den City-Manager. Er befürchtete durch den großen Aufgabenbereich Überschneidungen mit dem Verkehrs- und Gewerbeverein (VGV), zudem seien die Kosten für eine Vollzeitstelle nicht absehbar.

Mit einer Ausschreibung auf 400-Basis sei laut Dr. Hans-Georg Helm (CDU) jedoch keinem geholfen. „Bei den Bewerbungen kriegen wir dann maximal dritte Wahl.“ Ob der Stadtmanager Glückstadt aus dem Dornröschenschlaf holen kann, konnte auch Dr. Siegfried Hansen nicht versprechen. Aber: „Wir müssen einfach mal Mut beweisen. Kleindenken bringt uns nicht voran.“

Einig waren sich die Politiker jedoch in einem Punkt: Die Stelle soll befristet werden, zunächst bis Ende 2017. Nach dem Stadtjubiläum werde man weitersehen. Die Stellenausschreibung soll dann schon am 20. Januar im Hauptausschuss vorgelegt werden.

Die Vorbereitungen für die 400-Jahr-Feier sollen derweil in die nächste Phase gehen. „Ich brauche irgendwann mal Geld, damit ich Zusagen machen kann“, so Bürgermeister Gerhard Blasberg. 50 000 Euro seien für die nächsten fünf Jahren veranschlagt, die Mitglieder sollten das Anliegen deshalb möglichst bald in die Haushaltsplanung der Fraktionen einbeziehen.

Die geplante Fremdenverkehrsabgabe indes ist so gut wie vom Tisch. Laut Gutachten profitierten aufgrund der vielen Tagesgäste in Glückstadt lediglich Gastronomie und Hotellerie vom Tourismus – zu wenig, um mit einer Abgabe die Kassen zu füllen. Ob eine Bettensteuer als Alternative in Frage kommt, soll nun geprüft werden.

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erstellt am 09.Jan.2014 | 16:50 Uhr

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