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Christa Starke – Engagierte Ratsfrau verabschiedet

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

von
erstellt am 25.Sep.2013 | 05:38 Uhr

Sie hat bemerkenswerte Spuren in der Kommunalpolitik Wilsters hinterlassen, hat in vielen Gremien entscheidend mitgewirkt und positive Akzente gesetzt: Christa Starke. Bürgermeister Walter Schulz verabschiedete die engagierte Christdemokratin aus der Ratsversammlung. Zur Kommunalwahl hatte sich Christa Starke entschieden, nicht mehr in die Ratsversammlung einziehen zu wollen und jüngere Leute nachrücken zu lassen.

Walter Schulz zeichnete ihren politischen Werdegang in den städtischen Gremien nach, in denen sie seit April 1994 aktiv war. 1998 wurde sie Ratsfrau und Bürgervorsteherin. Nach der Verwaltungsfusion mit der Einführung des ehrenamtlichen Bürgermeisteramtes in Wilster war sie ab 2005 Ratsfrau und zweite stellvertretende Bürgermeisterin.

Sie habe sich stets für die Belange der Stadt eingesetzt und sich große Beliebtheit in der Bevölkerung erworben. Schulz unterstrich auch das vertrauensvolle Miteinander. Zum Abschied überreichte er ihr ein Bild-Präsent, Urkunde und Blumen.

„Ich finde es einfach nur schade, dass du aufgehört hast“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Mark Dethlefs zu Christa Starke, die über viele Jahre auch CDU-Ortsvorsitzende war. „Wir haben zusammen angefangen“, erinnerte Dethlefs, „es war große Klasse.“

Ebenfalls „ganz herzlichen Dank für die lange, lange Zusammenarbeit“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Manfred Schmiade. Er hob die Vielfalt der Bereiche hervor, in denen Christa Starke tätig war: von Soziales über Umwelt bis hin zu Finanzen. Auch im Hauptausschuss wirkte sie mit. Sie habe mit dafür gesorgt, dass die Ratsversammlung nicht abgehoben agierte, sondern mitten drin in der Stadt Wilster. Besonders schätze er auch ihren Humor.

Den bewies die brillante Rednerin in ihrer Dankesrede, für die die Lehrerin große Denker bemühte und in der sie einen kurzen persönlichen Rückblick hielt. Schon als Jugendliche in ihrem Heimatort Glücksburg war sie politisch engagiert, kam als 22-Jährige nach bestandenem Examen als Lehrerin nach Wilster. Politik interessierte sie weiterhin, die junge Frau bestellte die Wilstersche Zeitung und stellte fest, dass in der Stadt auf der politischen Bühne nur „Mummelgreise“ agierten. Da wollte sie nicht mitmischen, wandte sich einer anderen Leidenschaft zu: der Musik. Sie war im Kirchenchor, im Frauenchor und im Bläserchor aktiv. „Das war auch sehr schön.“ Zur Kommunalpolitik fand sie später dann doch noch – durch einen CDU Schnuppertag, bei dem sie Peter Reese und Hans-Joachim Kühl kennen lernte. Sie trat in die Partei ein und bekam auch gleich Ämter. Insgesamt, so ihr Resümee heute, folgten „aufregende, anregende, wunderbare Jahre“ mit vielen heißen Diskussionen. Herrlich sei es gewesen, wenn nach langem Ringen eine Entscheidung fiel und zum Erfolg wurde. Oft brauchte man langen Atem und Geduld. Es habe ihr Spaß gebracht, aber niemals wollte sie noch als „Mummelgreis“ im Rat sitzen. Darum sei nun Schluss. Ihren ehemaligen Ratskollegen, der Verwaltung und den Stadtwerken sagte sie mit einem Abschiedsgeschenk im Umschlag „Danke“.

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