zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

17. August 2017 | 16:27 Uhr

Chemie-Betriebsräte fordern 7 Prozent mehr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Steigende Rohstoffkosten und hohe Energiepreise belasten zwar die Geschäftsergebnisse, dennoch sehen die Betriebsräte der chemischen Industrie in den Konzernen große Gewinne. Und davon sollen die Beschäftigten profitieren. Auf der jüngsten Tarifkonferenz der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) im Brunsbütteler Elbeforum wurde die Forderung für die nächste Tarifrunde aufgestellt: Sieben Prozent mehr Lohn sollen es sein.

„Wir stellen ein selbstbewusste Forderung, die sich an der wirtschaftlichen Situation der Unternehmen orientiert“, betont Ralf Erkens, Bezirksleiter der Gewerkschaft. Er erinnert daran, dass auch in der vergangenen Tarifrunde eine entsprechend angepeilte Einkommenssteigerung in die Verhandlungen eingebracht worden sei. Am Ende waren es 4,5 Prozent mehr Lohn und ein 18 Monate statt ein Jahr laufender neuer Abschluss.

„Eine Vier vor dem Komma“ erwartet Edgar Ludewig auch diesmal. Der Betriebsratsvorsitzende von Sasol im ChemCoastPark spricht für 570 Beschäftigte. Die Steigerung der Lebenshaltungskosten müsse aufgefangen werden, begründet er seine Forderung. Zudem dürfe die Belegschaft „einen angemessenen Anteil“ an der Konzernentwicklung erwarten.

Heino Skripeg, stellvertretender Betriebsratsvorsitzender bei BayerMaterialScience, weiß zwar um die schwierige Marktlage des Unternehmens, verweist aber auf die übrigen Bayersparten Pharma und Pflanzenschutz, denen es gut gehe. Skripeg erwartet 6,5 Prozent mehr. Und pauschal 50 Euro mehr Geld im Monat für die Azubis. „Die kommen aus einem Umkreis von 40, 50 Kilometern zu uns gefahren“, verweist er auf hohe Fahrkosten.

Die Tarifverhandlungen der IGBCE mit den Arbeitgebern im Norden beginnen am 9. Dezember und auf Bundesebene am 15. Januar. Im November, so Ralf Erkens, solle die Forderung festgezurrt werden.

zur Startseite

von
erstellt am 20.Sep.2013 | 05:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen