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Chefvolkswirt gibt Tipps zum richtigen Sparen

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wenn Jugendliche ein Ziel vor Augen haben, können sie sich mit dem Taschengeld größere Wüsche erfüllen / Ratschläge vom DVAG-Chefvolkswirt

shz.de von
erstellt am 28.Jan.2016 | 09:51 Uhr

Häufig haben es Jugendliche schwer, ihr Taschengeld zusammenzuhalten. Die Verlockungen Geld auszugeben, sind scheinbar unendlich: Einen Schokoriegel hier, ein neues Oberteil da, und dann noch der neueste Klingelton. Ob im Fernsehen, beim Einkaufen oder auf dem Nachhauseweg warten die Versuchungen. Und kaum sind die ersten Tage im Monat vorüber, ist das Taschengeld häufig auch schon aufgebraucht.

Wie geht nun Sparen richtig? „Wer spart, sollte zunächst einmal an die allgemeine Rücklagenbildung für ungeplante Ausgaben denken. Gut ist, wenn man darüber hinaus konkrete Sparziele vor Augen hat“, erklärt der Direktor und Chefvolkswirt der Deutschen Vermögensberatung (DVAG), Ralf-Joachim Götz, beim Besuch in der Grund- und Gemeinschaftsschule in St.  Michaelisdonn. Die Schüler der 8  c nehmen aktuell am Projekt Zisch – Zeitung in der Schule teil. Die Klasse hatte den Gast aus Frankfurt für den Zisch-Workshop in die Schule eingeladen.

Ein Sparziel zu haben heißt, dass Geld für geplante Anschaffungen in der Zukunft zurückgelegt wird. „Führerschein, die Einrichtung der ersten Wohnung oder das Studium können solche Ziele sein“, sagt Dr. Götz. Mit den vielen Fragen, die die Schüler hatten, wurde deutlich, dass sich die Achtklässler Gedanken rund um das Thema Geld machen. Wofür lohnt es sich zu sparen? Wo gibt es die meisten Zinsen? In welchem Beruf verdient man am meisten?

„Ich spreche mit meiner Mama darüber, wie das mit dem Konto funktioniert“, meint die 15-jährige Sabrina. Von zuhause bekommen die Schüler die meisten Informationen rund um das Thema Sparen. Wenn es um die Hintergründe geht, konnte der Experte mit Antworten zur Seite stehen. Sie habe immer nur eine maximale Summe vom Konto abheben dürfen, meinte eine Schülerin.

„Wer spart, sollte nicht nur darauf achten, dass das Geld entsprechend sicher angelegt ist und einen Ertrag erbringt, sondern dass es auch rechtzeitig bei Erreichen des Sparziels verfügbar ist. Das nennt man dann Liquidität“, sagt Götz. Liquide müssen nicht nur die Sparer, sondern auch die Geldinstitute sein, wie Beispiele aus der weltweiten Finanzkrise in vergangenen Jahren zeigten. Da blieben manche Anleger auf Verlusten sitzen. „Guthaben privater Kunden bei Banken und Sparkassen in Deutschland sind meist durch besondere Einlagensicherungssysteme geschützt“, erläutert der Experte und nennt weitere wichtige Entscheidungshilfen für erfolgreiche Sparer: Wichtig sei, dass man seine persönlichen finanziellen Wünsche und Ziele kennt und ebenso seine Einstellung zu Chancen und Risiken einer Geldanlage. Darauf sollte dann die jeweilige Art des Sparens abgestellt sein.

Wichtig ist natürlich die Rendite, also der Ertrag, den der Sparer für sein Geld erhält. Auch wo der Sparer sein Geld anlegt, sei wichtig. In der Regel sei es so, dass es einen systematischen Zusammenhang gibt zwischen den Renditechancen und den Verlustrisiken einer Anlage. Beispielsweise können Immobilienanlagen oder Aktien bessere Erträge als Sparbücher oder Lebensversicherungen liefern, sie sind allerdings auch mit dem Risiko eines Wertverlustes verbunden. Dazu der Tipp vom Experten: „Eine gute Mischung ist sinnvoll. Und bei manchen Anlagen kann es eine staatliche Förderung obendrauf geben. Dazu sollte man sich von einem Profi persönlich beraten lassen“ Sein persönliches Sparziel hat Torge bereits jetzt vor Augen: „Ich spare erst einmal für einen PC“, sagt der 15-Jährige.

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