Chancengleichheit statt Elitenbildung

Lehrer Sven Thomsen verabschiedete die Schülersprecher Esther Benita Gerdau und Justin Bührmann.
Lehrer Sven Thomsen verabschiedete die Schülersprecher Esther Benita Gerdau und Justin Bührmann.

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03. Juli 2015, 11:05 Uhr

„Au Revoir“ – hieß es gestern in einem Lied zur Entlassungsfeier der Gemeinschaftsschule mit Oberstufe. Aber nur weniger als die Hälfte der jungen Erwachsenen nahm Abschied für immer von ihrer Schule. Sie werden eine Ausbildung beginnen, ein freiwilliges soziales Jahr ableisten oder ihre Schulkarriere an einer anderen Einrichtung fortsetzen. Für den größeren Teil der Schüler gibt es ein Wiedersehen nach den Sommerferien.

Zur Feier mit einem fröhlich bunten Programm waren neben Eltern und Verwandten alle Schüler neunten und zehnten Jahrgänge gekommen. „Wir sind eine Gemeinschaftsschule und ich bin begeistert, dass alle hier sind, um gemeinsam ihre Mitschüler zu verabschieden“, gratulierte Schulleiter Gerd Christian Thielmann zu bestandenen Abschlussprüfungen, erworbenen Abschlüssen und Versetzungen in die nächst höheren Jahrgangsstufen. „Jeder Schüler hat das Recht auf Erfolg“, stellte er einmal mehr die GMS-Leitidee heraus. „Ihr habt von diesem Recht Gebrauch gemacht und habt heute euren Abschluss erreicht, auf den ihr stolz sein könnt.“ Die Ergebnisse von insgesamt 143 Prüfungen zeigten eindrücklich, dass die Schule eine solide Basisausbildung für den weiteren Werdegang liefere, unterstrich Thielmann. Von den 143 Prüfungen seien 60 im neunten Jahrgang als Erste Allgemeinbildende Schulabschlüsse (ESA) und 83 im zehnten Jahrgang als Mittlere Schulabschlüsse (MSA) abgenommen worden. 40 von 115 Schülern aus dem neunten Jahrgang werden mit dem ESA in die duale Ausbildung gehen. 68 werden mit guten Prüfungsergebnissen oder Zeugnissen in den zehnten Jahrgang wechseln, um den mittleren Bildungsabschluss zu erlangen. „Das heißt, 68 Prozent (Vorjahr 65 Prozent) des Jahrgangs haben sich die Voraussetzung erarbeitet, in den zehnten Jahrgang zu wechseln.“ Von den 83 Schülern des zehnten Jahrgangs gehen 35  Jugendliche in die duale Ausbildung oder an ein anderes Gymnasium, 45 werden aufgrund der Prüfung oder durch Versetzung in die Oberstufe wechseln. „Hier haben wir eine Übergangsquote in die Oberstufe von 53 Prozent (Vorjahr 45) erreicht.“ Vier Schüler verabschiedete Thielmann außerdem aus dem 12. Jahrgang mit der Fachhochschulreife in die weitere Ausbildung. Unter Applaus erklärte der Schulleiter: „Die Zahlen sprechen für uns, für eine Schule, die auf Chancengleichheit setzt und nicht auf Selektion und Elitenbildung.“

Alles erdenklich Gute für die Zukunft wünschten Malte Wicke als Vorsteher des Schulverbands und stellvertretender Bürgermeister sowie Anja von Possel-Bohnsack, Vorsitzende des Schulelternbeirats. Dank ging an das Technikteam, den Schulsozialarbeitern, den „Top“-Sekretärinnen, an das Lehrerteam sowie an das Team um Ingrid Marxen für die Organisation der Feier.

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