Steinburger Bildungsgepräche : Chancengleichheit – geht das?

Hoffen auf viele Teilnehmer am 14. Juni: Jürgen Teifke und Sigrun Schmidt vom Vorstand des Vereins Bildungsregion Steinburg-plus.
Hoffen auf viele Teilnehmer am 14. Juni: Jürgen Teifke und Sigrun Schmidt vom Vorstand des Vereins Bildungsregion Steinburg-plus.

Bei den 5. Steinburger Bildungsgesprächen geht es um mögliche Konzepte und Programme.

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09. Juni 2018, 15:00 Uhr

Chancengleichheit in der Bildung – geht das? Mit dieser Frage befassen sich die Teilnehmer der 5. Steinburger Bildungsgespräche, zu denen der Verein Bildungsregion Steinburg-plus am Donnerstag, 14. Juni, einlädt. Um Konzepte und Programme mit Blick auf gerechte Chancen geht es in der Veranstaltung, die um 15 Uhr im Innovationszentrum Izet, Fraunhoferstraße 3, in Itzehoe beginnt. Der Vorstand um den Vorsitzenden Professor Jürgen Teifke hofft auf viele Anmeldungen Interessierter aus dem Kreis Steinburg, insbesondere auch von im Bildungsbereich Tätigen.

Der Titel der Veranstaltung gebe Raum für ein breites Spektrum von der frühkindlichen Unterstützung über die Stufen Schule und Ausbildung bis hin zu Berufsleben und Weiterbildung, kündigt Teifke an. Das Ganze vor dem Hintergrund, qualifizierte Arbeitskräfte für die Gesellschaft zu generieren, Potenziale zu schaffen. „Wir wollen nicht einfach nur ein flächendeckendes Thema bearbeiten.“ Vielmehr, so der Vorsitzende, solle es mit verschiedenen Schwerpunkten interessant gestaltet werden. Und so wird es diverse Impulsreferate geben, die dazu anregen sollen, sich intensiver mit gleichen Chancen in der Bildung auseinander zu setzen.

Nach einem ersten kollegialen Austausch bei einer kleinen Stärkung werden um 15.20 Uhr die Steinburger Bildungsgespräche eröffnet. Moderator wird Professor Ralf Thiericke, Leiter des Izet, sein. Vertreter des Kreises Steinburg und der Stadt Itzehoe werden Grußworte sprechen, dann stehen ab 15.30 Uhr die Kurzvorträge im Mittelpunkt. Über Frühe Hilfen und vorschulische Bildung wird Karina Brandenburg vom Diakonischen Werk Rantzau-Münsterdorf sprechen. Durch ihren Vortrag versprechen sich die Organisatoren ein Nachdenken darüber, wann Bildung ansetzt – schon vor der Geburt? Wie später die Schule dem Jungen oder Mädchen Bildung vermitteln kann oder sollte, reflektiert Christiana Göbel, Oberstudienrätin an der Auguste-Viktoria-Schule (AVS) in Itzehoe. Sie wird einen interessanten Ansatz zu ganzheitlicher Herangehensweise an Bildung einbringen und ihr selbst entwickeltes Konzept vorstellen, kündigt Sigrun Schmidt, ebenfalls im Vereinsvorstand, an. „Es geht darum, dass auch mal andere Wege beschritten werden“, fügt sie hinzu. Die berufliche Bildung ist dann das Thema von Andreas Böckmann von der Agentur für Arbeit in Heide. Er ist Beauftragter für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. Und welche Perspektiven die Weiterbildung im Beruf offenbart, dazu wird Paul Raab, Leiter der Außenstelle Elmshorn der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kiel referieren. Gerade angesichts des Netzwerkgedankens, beziehungsweise möglicher Kooperationen auch über die Kreisgrenzen hinweg seien Arbeitsagentur und Handelskammer interessante Partner für den Verein, so Teifke. Wie wichtig die Rolle der nonformalen Bildung in der Arbeitswelt ist, dazu äußert sich Susanne Hansen vom Kreisjugendring Steinburg. „Nonformale Bildung wird häufig unterschätzt“, sagt Teike. Dahinter verbirgt sich beispielsweise Vereinsarbeit. Wer sich ehrenamtlich engagiere, einem Hobby nachgehe, erlebe ebenfalls Bildung. Auch wenn es dafür kein Zertifikat gebe, so werde bei Einstellungsgesprächen immer häufiger nachgefragt, welche Interessen vorliegen.

Im Anschluss an die Kurzvorträge wird es auf deren Grundlage ab 16.45 Uhr eine Aussprache geben. Der Verein Bildungsregion Steinburg-plus hofft auf Erfahrungsaustausch und angeregte Diskussionen. Dabei wird es kein Zeitlimit geben.

>Anmeldungen per Email:

anmeldungen@bildungsregion-steinburg.de

> Nähere Infos: www.bildungsregion-steinburg.de

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