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Wohnungsbau : CDU will Wohnquartier Laurinatskoppel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In Kellinghusen sollen neue Wohnungen entstehen – „mitten im Leben“. Die CDU fordert, dass sich die Stadt um die Umsetzung kümmert.

Innerstädtisches Wohnen auf der Laurinatskoppel – nach Meinung der CDU sollte das kommunale Areal endlich als ein reines Wohnquartier ausgewiesen werden. „Wir stellen uns eine geschlossene Bauweise mit Eigentum für Familien und Partnerschaften ohne Kinder vor“, sagt Hans-Jörg Krützfeldt, Vorsitzender des städtischen Baugremiums.

Beim Ortstermin präsentiert sich die Wiese zwischen Schulberg, Holm, Lehmberg- und Schulstraße zwar grün, aber gähnend leer. Im Randbereich gegenüber der evangelischen Kindertagesstätte hat sich vom vielen Parken ein hubbeliger Sandstreifen gebildet. Krützfeldt sowie die Kollegen Simon Schlüter und Björn Wrage geraten angesichts der rund 8500 Quadratmeter großen Freifläche ins Schwärmen. „Wir befinden uns hier mitten in der Stadt, wo alles bequem fußläufig zu erreichen ist“, unterstreicht Krützfeldt. Eine idealere Lage für ein typisches Stadtquartier ließe sich kaum finden. Bald schon könnte dort mit leichtem Schwung eine Straße von Ost nach West an ein- und zweigeschossigen Häusergruppen vorbei führen. „Die Grundstücke wären dann beidseitig der Straße von Süd nach Nord ausgerichtet“, erklärt Krützfeldt.

Nach Meinung der CDU sollte sich der Standort „mitten im Leben“ auf jeden Fall auch in der Bebauung wiederfinden. „Das stellen wir uns vor wie in der Schulstraße“, sagt Schlüter, stellvertretender Vorsitzender des Personal- und Finanzausschusses. Die Gebäude stünden mit den Giebeln aneinander und würden ohne große Vorgärten direkt von der Straße aus betreten. Überschaubare Gärten befänden sich „nach hinten raus“. Nicht gänzlich unwichtig: Diese Planung sichere preiswerte Erschließungs- und Baukosten. Gefallen daran findet auch Wrage als Mitglied des Umweltausschusses. „Damit setzen wir die Form einer traditionellen innerstädtischen Bebauung fort“, betont er. Solange noch Potenzial vorhanden sei, sei dies einem weiteren Flächenverbrauch sicherlich vorzuziehen. Bedenken hinsichtlich des Verlusts einer städtischen Veranstaltungsfläche haben die CDU-Vertreter nicht. „Mittlerweile haben sich diese Aktivitäten weitgehend auf die beiden Marktplätze verlagert“, ergänzt Schlüter.

Die Realisierung des Vorhabens sehen die Christdemokraten bei der Stadt. Als wichtig erachten sie den Bestandschutz für Kleingewerbe sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen in der Umgebung. Deren Tätigkeiten dürften nicht durch zu hohe Schallschutzforderungen eingeschränkt werden. Da eine Planung in der eigenen Verwaltung aus Kapazitätsgründen nicht möglich sei, müsste für die Erstellung des Bebauungsplans durch ein externe Planungsbüro ein entsprechender Haushaltstitel für 2015 vorgesehen werden, so Krützfeldt. Ohnehin sehe die CDU ganz dringlichen Handlungsbedarf des Amtes, den Personalbestand mindestens im Bauamt aufzustocken. „Wir haben große Befürchtungen, dass bei wesentlichen Vorhabend wie LED-Umstellung und Hafensanierung sonst Fördermittel an uns vorbeilaufen.“

Das Thema einer Bebauung der Laurinatskoppel wurde vom Bauausschuss bereits in die Fraktionen verwiesen. Erneut zur Diskussion steht es im Rahmen der nächsten Sitzung.

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