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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 07:10 Uhr

CDU will mit SPD zusammenarbeiten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2015 | 15:32 Uhr

„Wir wollen keine Hetzkampagne betreiben, sondern uns einig zeigen und ab heute vermehrt über unsere kommunalpolitische Arbeit informieren.“ Mit dieser Ankündigung eröffnete der Vorsitzende Sven Horstmann die Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes im Colosseum. Auch Fraktionschef Mark Dethlefs begann positiv mit der Bereitschaft: „Wir wollen mit der SPD gut zusammenarbeiten.“ Nur um im Nachsatz zu sagen, „wenn sie denn überhaupt arbeiten würde.“

Es folgte ein Rundumschlag über kommunalpolitische Themen. Horstmann nannte die Entwicklung der Kita „Schwalbennest“ mit ihrem vor der Vollendung stehenden Erweiterungsbau „ein Erfolgsmodell“ und sah darin einen Anreiz, Wilster zu einem Ort zu entwickeln, in dem sich auch junge Familien wohl fühlen könnten. „Wir werden weiter für eine optimale Ausstattung der Kita sorgen“, versprach Horstmann. Die jetzige Erweiterung sei kein Protz-, sondern ein Zweckbau, mit dem man gut im Zeitplan und unter dem Kostenrahmen liege. Schon Ende Oktober sollte der neue Kita-Trakt eingeweiht werden.

Ein wichtiges Thema und ein Projekt, das die Stadt in den nächsten Jahren finanziell schwer belasten werde, sei die Sanierung des Kanalnetzes. Man rechne mit Investitionen von fast 20 Millionen Euro, sagte Horstmann. Die CDU setze sich dennoch dafür ein, die Abwassergebühr weiter konstant zu halten – ein Versprechen, das man angesichts der Kostenbelastungen möglicherweise nur schwer werde halten können.

Als Fraktionsvorsitzender ging Mark Dethlefs auf die Belastung der Innenstadt und hier insbesondere der Rathausstraße durch den Schwerlastverkehr ein. Der Kampf gegen vorwiegend landwirtschaftlichen Schwerlastverkehr laufe seit 2010. Nachdem es 2012 aus Kiel eine ablehnende Entscheidung gegen die Freigabe der B 5 für Erntefahrzeuge gegeben habe, werde es vermutlich bei der in Kürze erwarteten neuerlichen Entscheidung aus Kiel nur heißen: „Es muss alles so bleiben, wie es ist.“ Nach Ortsterminen und Gesprächen mit Land und Kreis habe es zwei Alternativen gegeben, die Dethlefs aber als „großen Blödsinn“ abtat: den Bau einer nördlichen Umgehungsstraße oder die Schaffung eines inner- und eines außerörtlichen Ringverkehrs. Alle diese Maßnahmen scheitern an den Kosten oder an der für Wilster nicht möglichen Planung von Straßen außerhalb der Stadt. Der CDU fehle der Glaube, dass man ernsthaft an einer Lösung des Problems interessiert sei.

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