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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 05:32 Uhr

CDU will absolute Mehrheit ausbauen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Christdemokraten sehen sich in der Stadtpolitik als Ideengeber / Horstmann einstimmig im Amt als Vorsitzender bestätigt

shz.de von
erstellt am 31.Mär.2015 | 11:52 Uhr

„Unser Tagesgeschäft läuft! Aber der Vorstand muss sich verstärkt um die politische Arbeit kümmern.“ Die CDU Wilster habe ein klares Ziel ausgemacht: Die erfolgreiche Arbeit für die Stadt Wilster und deren Bürger fortzusetzen und bei der nächsten Kommunalwahl in drei Jahren die absolute Mehrheit in der Ratsversammlung zu behaupten oder weiter auszubauen. Das betonte Ortsvorsitzender Sven Horstmann auf der Hauptversammlung in der Colosseum-Veranda, nach seiner einstimmigen Wiederwahl. Seine Stellvertreterin Karin Labendowicz gratulierte ihm nach der geheimen Abstimmungsentscheidung mit einem Blumenstrauß. Für 20-jährige Treue zur CDU wurde Hagen Reese geehrt.

Bei den turnusmäßig anstehenden Wahlen gab es nur eine Veränderung: Für Christa Starke, die sich nach langjähriger Vorstandsarbeit nicht wieder zur Wahl stellte, wurde Ulrike Szubert als neue Beisitzerin in den Vorstand gewählt. Einstimmig in ihren Ämtern bestätigt wurden Schatzmeister Helmut Evers, Schriftführerin Annika Boeck sowie die Beisitzer Dörthe Urlaub und Doris Busch. Ebenfalls als Beisitzer war schon im vergangenen Jahr das junge Mitglied Michael Struve in den Parteivorstand berufen worden. Nach dem positiven Kassenbericht von Helmut Evers wurde dem Vorstand auf Antrag des Revisors Ulrich Kattner einstimmig Entlastung erteilt. Neue Kassenprüferin wurde Ursula Seddig.

Sven Horstmann bezifferte die aktuelle Mitgliederzahl in der CDU Wilster mit 46. Da der Landesverband die an ihn abzuführenden Beiträge erhöht hat, sah sich der Ortsverband gezwungen, den jährlichen Mindestbeitrag der Mitglieder von bisher 72 Euro auf 84 Euro anzuheben. Dieser Beschluss wurde einstimmig gefasst.

Für den erkrankten Fraktionsvorsitzenden Mark Dethlefs gab der stellvertretende Fraktions-Chef Sven Horstmann einen zusammenfassenden Bericht über die Fraktionsarbeit der CDU Wilster. So freue sich die Fraktion, dass der Erweiterungsbau für die Kita Schwalbennest zurzeit im vollen Gange sei. Die Grundsteinlegung sei nach Ostern vorgesehen. Bei der Sanierung des Wilstermarsch-Stadions werde nach Auffassung der Fraktion hingegen noch viel Geduld verlangt, um in den Genuss von Fördermitteln zu kommen.

Bei den Stadtwerken habe die neue Werkleitung die Aufgabe der „schwarzen Null“ begriffen, wie es auch beim Bauhof einen problemlosen Übergang vom Werk- auf den Bauausschuss gegeben habe. Die Fraktion ging auch auf den Schwerlastverkehr durch die Stadt ein. Dazu habe die CDU den Weg des Dialogs statt des Protests eingeschlagen. „Seit Planfeststellung war uns klar, dass die B5 nicht genutzt werden kann. Es müssen andere Lösungen gefunden werden“, machte Sven Horstmann bewusst.

Zur Terminvorverlegung des Jahrmarktes seien Schausteller und auch die SPD aufgefordert gewesen, ihre Ideen einzubringen. Das sei nicht geschehen, kritisierte er. „Außer heißer Luft (wie für die Ballons zur Jahrmarkteröffnung) gibt es von Seiten der SPD nichts Neues“, hieß es im Bericht der Fraktion. Horstmann machte noch einmal deutlich: „Wir erhoffen von der Neuterminierung einen Neustart für den Jahrmarkt und werden ihn aktiv bewerben.“ Jetzt gehe es darum, mit der Entscheidung zu leben.

In die Zukunft blickend, kündigte der CDU-Fraktionsvize die in Kürze beginnende Planung für eine Sanierung von Colosseum und Trichter an. Dankbar sei er für die finanzielle Unterstützung der Sanierungsarbeiten im Alten und Neuen Rathaus. Bei der Kasenorter Schleuse bleibe das Hochwasser ein Thema. Sobald die zuständigen Gremien die Entscheidungen getroffen hätten, werde man auch hier baulich tätig werden. Als Bundestagsabgeordneter sieht Mark Helfrich die Stadt Wilster als „heißen Aspiranten“ für Zuschüsse aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz bei den Rathaussanierungen. „Wir arbeiten massiv daran, dass Wilster aus diesem Topf Zuschüsse erhält“, sagte Helfrich. Abschließend unterstrich Sven Horstmann: „Wichtige Entscheidungen versuchen wir seit Jahren gemeinsam zu beschließen. Politik besteht aus Kompromissen. Doch es stellt sich heraus, dass wir die Ideengeber sind, und die SPD gar nicht erst teilnimmt.“

In seinem „Bericht aus Berlin“ streifte Mark Helfrich einen breiten Themenkatalog – darunter auch die beschlossene Pkw-Maut, die auch für ihn „nicht der große Wurf“ sei, jedoch unterm Strich jährliche Mehreinnahmen von einer halben Milliarde Euro bringe.

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