Politik : CDU sieht sich in der Entscheider-Rolle

Vorstand: (v. l.) 2. Vorsitzender Michael Struve, die Beisitzer Ulrike Szubert, Ulrich Kattner und Dörthe Urlaub, Schatzmeister Helmut Evers, Vorsitzender Sven Horstmann und der neue Beisitzer Jonny Peters. Auf dem Foto fehlt Schriftführerin Annika Boeck.
Vorstand: (v. l.) 2. Vorsitzender Michael Struve, die Beisitzer Ulrike Szubert, Ulrich Kattner und Dörthe Urlaub, Schatzmeister Helmut Evers, Vorsitzender Sven Horstmann und der neue Beisitzer Jonny Peters. Auf dem Foto fehlt Schriftführerin Annika Boeck.

Fraktionsvorsitzender Mark Dethlefs: „Wir haben als Mehrheitsfraktion am Ratstisch nachhaltig gute Arbeit geleistet.“

shz.de von
23. März 2017, 05:00 Uhr

Bereits im Mai rechnet der Fraktionschef der CDU Wilster, Mark Dethlefs, mit dem Sanierungsbeginn des Wilstermarsch-Stadions. Nachdem die Genehmigung des Projekts mit Unterstützung von Städtebauförderungsmitteln vorliegt, soll schon am 12. April in einer gemeinsamen Sitzung von Bauausschuss und Ratsversammlung der Auftrag vergeben werden. Mit der Fertigstellung wird nach einem Jahr gerechnet. In der Stadion-Sanierung sah Dethlefs ein Paradebeispiel für die „Daseinsfürsorge Wilster und Wilstermarsch“. Wie Mark Dethlefs in seinem Fraktionsbericht auf der Hauptversammlung der CDU Wilster im Colosseum hinzufügte, sei inzwischen auch der Antrag auf die Freigabe von Fördermitteln für Sportplatz und Freizeitanlage Büttel gestellt worden, mit der auch Einrichtungen für Kinder und Senioren geschaffen werden sollen. Kalkuliert wird die Baumaßnahme für Mitte bis Ende nächsten Jahres.

Beim Hallenbad seien nach Aussage Dethlefs‘ Entscheidungen für Einsparungen in Höhe von 50  000 Euro notwendig, um den Erhalt der Einrichtung zu sichern. Im Raum stehen der Nutzung angepasste Öffnungszeiten, Schließungen während der Ferienzeit und Anpassungen der Sondertarife. „Trotz allem wird es weiterhin bei einer Unterdeckung des Bäderbetriebs von mehreren hunderttausend Euro im Jahr bleiben“, gab er zu bedenken. Bei der Breitbandversorgung geht die CDU von einem zügigen Verfahrensfortgang aus.

Ein weiteres Thema werde die künftige Ausrichtung der Stadtwerke im Bereich Vertrieb sein. „Auch hier werden wir uns als CDU klar positionieren und dem Wohl der Stadtwerke und ihrer Kunden, der Bürgerinnen und Bürger Wilsters, Rechnung tragen“, versicherte Dethlefs. Er sprach weiter die Effizienzsteigerung des Bauhofs, eine konstante Gebührenstruktur bei den Abwasseranlagen sowie die positive Arbeit der Jahrmarkt-Arbeitsgruppe an. Im Bereich der Liegenschaften erwartet er den Verkauf des Sportplatzes Brook, des alten Bahnhofs und des Stadtwerkegeländes noch in diesem Jahr. Dethlefs unterstrich, dass die entscheidenden Initiativen in der Ratsversammlung ausnahmslos von den CDU-Abgeordneten eingebracht worden seien. „Wir haben in den zurückliegenden 14 Jahren als Mehrheitsfraktion am Ratstisch eine nachhaltige gute Arbeit geleistet“, sagte er. Dagegen hätten sich „unsere Mitstreiter nur mit fremden Federn geschmückt“.

Zwei Initiativen von denen wie Nicht-Aufgabe des alten Seniorenheims und Schwerlastverkehr durch Wilster hätten sich als „Rohrkrepierer“ erwiesen. Der Fraktionsvorsitzende kündigte an, dass für Hans-Wilhelm Groth der Listennachfolger Ulrich Kattner in die Ratsversammlung nachrücken werde. Er solle am 3. April verpflichtet werden. Jonny Peters wird bürgerliches Mitglied im Bauausschuss.

Als Mitglied der CDU-Kreistagsfraktion ging Kreispräsident Peter Labendowicz auf aktuelle Themen der Kreispolitik ein. Mit einem Volumen von 203 Millionen Euro sei der Kreishaushalt inzwischen genehmigt worden. Labendowicz sprach von einem soliden, aber dennoch defizitären Haushalt mit einem Minus von 3,7 Millionen Euro. Allein 145 Millionen Euro müssten für den sozialen Bereich aufgewendet werden. Baumaßnahmen hätten eine Kreditaufnahme von 12,3 Millionen Euro sowie weitere Verpflichtungsermächtigungen für kommende Haushalte in Höhe von 19,5 Millionen Euro notwendig gemacht. Labendowicz bedauerte, dass die Kommunalaufsicht des Landes diese Beträge zusammengestrichen habe. Er kritisierte, dass Kiel nicht der Verpflichtung einer besseren Finanzausstattung der Kommunen und Kreise nachkomme, obwohl das Landesverfassungsgericht dieses in einem aktuellen Urteil verlangt habe.

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