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Norddeutsche Rundschau

20. August 2017 | 08:35 Uhr

Feier : CDU-Ortsverband wird 70 Jahre

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Itzehoer Christdemokraten feiern mit Gästen 70-jähriges Bestehen

50 Pfennig kostete der monatliche Mitgliedsbeitrag in den 1950er-Jahren beim damals noch jungen CDU-Ortsverein Itzehoe. Der 82-jährige Manfred Grunzig erinnert sich noch genau an seine ausgedehnten Fahrradtouren, auf denen er das Geld an den Haustüren kassierte. „Das war nicht immer einfach“, erzählt er. Nicht jeder sei zahlungswillig gewesen. Seit 61 Jahren ist Grunzig CDU-Mitglied, so lange wie kein anderer im Ortsverband. Als die Gruppierung gestern im Café Schwarz ihr 70-jähriges Bestehen feiert, ist er daher einer von fünf Ehrengästen, die auf dem Podium von ihrer Arbeit und ihrer Verbindung zu Itzehoe berichten.

Mit Dietrich Austermann steht ein erfahrener Landes- und Bundespolitiker an seiner Seite, der sich erst in den 80er-Jahren in Itzehoe niederließ, als er sein Mandat als Bundestagsabgeordneter antrat. „Itzehoe lag in der Mitte meines Wahlkreises“, begründetet er. Auf Nachfrage berichtet Austermann von der Ansiedlung des Fraunhoferinstituts in Itzehoe, für die er sich stark gemacht hatte und wegen der er sogar von den Linksextremisten der Roten Armee Fraktion bedroht wurde.

Mark Helfrich, der heutige Mann der Steinburger CDU in Berlin, ist ein waschechter Itzehoer. Es war ein Streit um seine Schule, der ihn schon als Zwölfjähriger mit den Christdemokraten sympathisieren ließ: Die SPD-geführte Ratsversammlung habe seinerzeit beschlossen, das Gymnasium Auguste-Viktoria-Schule in eine Gesamtschule umzuwandeln, berichtet Helfrich. „Das war der Punkt, an dem ich politisch aktiv geworden bin.“

Waschechter Itzehoer ist auch der heutige Bürgervorsteher Heinz Köhnke, dem aus der Geschichte des Ortsverbands vor allem der Besuch von Generalsekretärin Angela Merkel im Jahr 2000 im Gedächtnis haften blieb. „Dass sie einmal Kanzlerin werden würde, konnten wir damals nicht ahnen“, so Köhnke, „aber ich fand sie außerordentlich nett“.

Von guten Beziehungen nach Berlin berichtet schließlich Ortsverbands-Vorsitzender Markus Müller, der erst im vergangenen Jahr an Bundesinnenminister Thomas de Maizière schrieb – und eine Antwort erhielt. Die Probleme, die seine Gruppierung plagten, seien dieselben, mit denen auch andere zu kämpfen hätten: „Es fehlt vor allem der Nachwuchs.“ Deshalb gelte es weiter fleißig für die CDU zu werben. Allerdings: Der Monatsbeitrag ist in den vergangenen 70 Jahren um einiges gestiegen. Heute beträgt er 7,50 Euro.

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erstellt am 27.Jun.2016 | 04:45 Uhr

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