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Norddeutsche Rundschau

17. November 2017 | 20:47 Uhr

Politik : CDU: Kreisbehörde in Glückstadt?

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Fraktionsvorsitzender Krafft-Erik Rohleder spricht sich für andere Nutzung des Glückstädter Kasernengeländes aus / Berendsen für Einkaufszentrum geeignet

von
erstellt am 14.Apr.2014 | 05:00 Uhr

Es sind viele Themen, die die Glückstädter CDU zurzeit beschäftigen. Im Interview erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Krafft-Erik Rohleder (64), welche Themen bei seiner Partei Priorität haben.

Was ist für Sie zurzeit ein wichtiges Thema in Glückstadt?

Rohleder: Das Gelände der ehemaligen Großwäscherei Berendsen. Das ist in der CDU ein großes Thema. Ein Investor plant dort ein Einkaufszentrum. Doch innerhalb der Partei gibt es dazu keine einhellige Meinung. Ich persönlich befürworte dort ein Einkaufszentrum. Allerdings unter bestimmten Voraussetzungen. Auf dem dann freiwerdende Altstandort Christian IV Straße muss eine für Glückstadt, und hier besonders für die Innenstadt, verträgliche Nachfolgenutzung gefunden werden. Wie diese auszusehen hat steht in dem Gutachten, das die Cima zum Thema Einzelhandel erstellt hat.

Warum wollen Sie lieber ein Einkaufszentrum an der Stadtstraße als auf dem Kasernengelände?

Das Kasernengelände sehe ich eher als Gefahr für die Innenstadt denn als Nutzen für Glückstadt. Hier sollte man über andere Nutzungsmöglichkeiten nachdenken.

Wie stellen Sie sich die Entwicklung auf dem Kasernengelände vor?

Vielleicht wäre ein Behördenstandort möglich. Die Kreisbehörde benötigt doch neue Gebäude. Die Pinneberger sind auch nach Elmshorn gezogen. Warum sollten die Itzehoer nicht nach Glückstadt ziehen?“

Ob das Areal als Baugebiet geeignet ist, muss die Zukunft zeigen. Man darf nicht vergessen, dass Glückstadt nach dem Scheitern des Projekts „Königskoppel“ kein größeres zusammenhängendes Baugebiet mehr hat. Ich rechne damit, dass das Gelände an der Jahnstraße sehr schnell bebaut sein wird.

Ist Industrie ein Thema bei der CDU?

Wir müssen unsere Firmen in Glückstadt halten und stützen und Neuansiedlungen mit allen Mitteln unterstützen. Die Verwirklichung der A20 wäre da mit Sicherheit sehr hilfreich. Arbeitsplätze sind wichtig für Glückstadt. Wir können uns nicht nur über eine Schlafstadt mit Tourismus definieren.

Welche baulichen Entwicklungen in Glückstadt sind zurzeit noch Thema bei der CDU?

Die Stadtschule. Hier hat sich ein Investor gefunden, der das Gebäude Richtung Bahnhof durch eine Teilbebauung ersetzen will. Wichtig ist bei dem Neubau, dass die Sichtachse Bahnhof–Marktplatz hergestellt wird. Die genauen Pläne werden noch vorgestellt.

Wie sind Ihre Pläne, die Innenstadt zu stärken?

Wir setzen große Hoffnung in die Arbeit des neuen City-Managers. Mit der Berufung von Jingkai Shi haben wir eine geeignete Person gefunden, die die vielfältigen Aufgaben von Wirtschaftsförderer, City-Manager und Koordinator für die 400-Jahr-Feier bestimmt meistern wird. Erste Reaktionen in der Stadt sind schon sehr positiv, und Politik und Verwaltung wird zu diesem mutigen Schritt gratuliert. Es muss etwas in der Innenstadt geschehen.

Das Thema Tourismus begleitet die CDU seit vielen Jahren, gibt es diesbezüglich neue Vorstellungen?

Der Tourismus wird immer ausbaufähig sein. Wir befinden uns unmittelbar vor der Eröffnung des Themenparks „Fisch“ auf der Docke. Ich bin zuversichtlich, dass das Gelände von den Bürgern und Touristen angenommen wird. Mit der Anlage bekommt Glückstadt nun auch ein geeignetes Open-Air-Gelände.

Es gibt Beschwerden über den Zaun auf der Nordermole. Einige Bürger bezweifeln, dass er notwendig ist.

Internationale Vorschriften verlangen solche Zäune wenn es sich um Liegeplätze für seegehende Schiffe handelt. Dagegen können wir nichts machen. Bei einem Gespräch mit dem zuständigen Hafenkapitän konnte aber erreicht werden, dass die Flügel-Tore geöffnet bleiben, wenn keine Schiffe im Hafen liegen. Damit ist ein freier Durchgang entlang der Kaikante wieder möglich. Weiterhin wird der Zaun auf einen Liegeplatz gekürzt.

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