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Glückstadt : Campingplatz startet im kommenden Jahr

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Docke: 50 Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile sollen entstehen

Es kommt Bewegung in die Planungen zur Nutzung der Docke. Mit Rami Müller hat sich ein Investor gefunden, der den hinteren – den nördlichen – Teil als Camping- und Wohnmobilstellplatz betreiben möchte. Müller plant 50 Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen, dazu kommen 16 Stellplätze an der Hafenmole wie bisher. Auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses stellte Müller sein Konzept vor.

Zudem sollen ein Zeltplatz, die Ver- und Entsorgungsstation, sanitäre Anlagen mit Duschen und Toiletten, das Büro für die Anmeldung und ein Grillplatz eingerichtet werden. Wenn alles gut läuft, dann könnten bereits Mitte des nächsten Jahres Urlauber mit Wohnmobilen oder Wohnwagen hier übernachten. Dafür soll mit gepflasterten Wegen und befestigten Plätzen die Infrastruktur geschaffen werden. „Für den Sanitärbereich sind zunächst Container geplant, da ich erst mal die Nutzung erproben möchte. Um sie aber optisch ansprechender zu machen, möchte ich sie mit Holz verkleiden und mit Motiven zu den Themen Fisch und Hafen gestalten lassen.“

Langfristig plant der Glückstädter für den Empfangsbereich eine Blockhütte. Die Nutzfläche wird eingezäunt und der Eingang mit einer Schranke abgesperrt. Dauercamper will Müller auf dem Platz allerdings nicht beherbergen: „Die maximale Nutzungsdauer beträgt sechs Wochen.“ Der 33-jährige Jungunternehmer ist zurzeit als Berufsfeuerwehrmann in einer Werksfeuerwehr tätig. Wie sich seine Beschäftigung im nächsten Jahr ändern wird, ist noch offen. Die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und der Politik bei der Vorplanung empfand er jedenfalls als sehr hilfreich und vertrauensvoll: „Die Kooperation war super, wir haben uns über alles abstimmen können.“

Die Mitglieder des Bauausschusses beschlossen einstimmig die Änderung des Bebauungsplans „Docke“ für einen Teilbereich mit dem Entwurfs- und Auslegungsbeschluss. Bisher ist dieser Bereich als Grünfläche ausgewiesen, in Zukunft gilt er als Sondergebiet „Campingplatz und Wohnmobilstellplatz“. Anfang des kommenden Jahres wird der Plan im Beteiligungsverfahren der Öffentlichkeit vorgestellt, bevor er dann endgültig beschlossen werden soll. Nach dem Bebauungsplan sind Standplätze für Zelte mit den dazu gehörenden Kraftfahrzeugen, sowie Standplätze für Wohnwagen und Wohnmobile zulässig.

Für Sanitärgebäude, Entsorgungsstation und Verwaltung können im vorderen Bereich Gebäude und Anlagen errichtet werden. Zum Schutz des Deiches und des Elbuferbereichs muss der Platz mit einem festen Zaun von maximal zwei Meter Höhe eingezäunt werden. Durchgänge und Zaunöffnungen sind nicht zulässig. Auch dürfen keine Zeichen und Lichter angebracht werden, die mit Schifffahrtszeichen verwechselt werden können, damit die Elbschiffer nicht irritiert werden.

Die Freizeitanlage Docke wurde im Mai 2014 fertiggestellt. Die Kosten betrugen damals 1,682 Millionen Euro. Davon zahlte die Stadt rund 776 000 Euro.

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