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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 09:54 Uhr

Burger Museum mausert sich

vom

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Burg | Zehn Jahre Burger Museum - da kamen gestern vormittag zum Empfang alle, die Rang und Namen haben, um Peter Sommer und seinen Mitstreitern vom Förderverein zu gratulieren. Für Kreispräsident Karsten Peters war es zugleich eine seiner letzten Amtshandlungen.

,,Toll, was ihr hier geschaffen habt", lobte Peters und betonte zugleich: ,,Es steht und fällt mit den Leuten." Peter Sommers Mannschaft ist zwar nicht die Jüngste, aber mit ganzem Herzen bei der Sache. Daher hatte Peters diesmal mehr als seinen obligatorischen Dithmarscher Handschlag dabei. Aus der Innentasche seines Jacketts zog er einen zusammen steckbaren Dithmarschen-Wimpel hervor und erkannte beim Blick auf Sommer: ,,Ich sehe Ihre Augen leuchten."

Für die ,,Flachgeschenke", wie Peters die Geldumschläge anderer Gratulanten nannte, waren Amtsvorsteher Reimer Borchers und Pastorin Marina Eitzen-Janta zuständig. Von Burgs Bürgermeisterin Elke Goehlke-Kollhorst gab es den Burger Handschlag mit dezentem Hinweis darauf, das die Gemeinde bei der neuen Uhrmacherwerkstatt kräftig finanzielle Hilfe geleistet habe. Uhrmachermeister Richard Nagels alte Werkstatt bildet im Obergeschoss des Museums nun eine weitere Attraktion.

Zahlreiche Uhren, darunter die alte Turmuhr der Zuckerfabrik, eine Galerie von Weckern und die alte Uhr vor Nagels Laden am Marktplatz bilden zusammen mit Nagels Werktisch und seinem umfangreichen Feinmechanikerwerkzeug eine neue Attraktion. Höchste Anerkennung gab es dafür, wie für das gesamte Burger Museum, von Dithmarschens Museumsleiterin Dr. Jutta Müller, die die ,,enorme Leistung" bewunderte.

Peter Sommer wandte in seiner Begrüßung den Blick zurück auf 20 Jahre Förderverein und zehn Jahre Burger Museum. Los ging es aber bereits 1980 mit ersten Funden in der Apotheke. 1992 kaufte die Gemeinde die alte Sattlerei Bernhardt. Im Jahr darauf gründete sich der Förderverein und begann mit der Sanierung des Gebäudes bis 2002. Dann ging es Schlag auf Schlag: 2003 folgt die Eröffnung, 2004 kommt der Wintergarten hinzu, 2005 die Schifffahrtsabteilung, 2006 das Museumscafe, 2007 wird die ,,alte Räucherei" saniert und 2011 eröffnet. Sie ist heute mit ihren Konzerten und Veranstaltungen das Kulturzentrum im Ort. In diesem Jahr kam nun die Uhrmacherwerkstatt hinzu. Markus Nagel, Sohn des verstorbenen Uhrmachers Richard Nagel, konnte sich überzeugen, wie liebevoll das Museums-Team die historische Werkstatt integriert hat.

Am Nachmittag startete dann bei Kaiserwetter das Fest für die Öffentlichkeit mit Imbiss, Kaffee und Kuchen sowie einem kleinen Flohmarkt vor dem Burger Museum.

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