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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 19:41 Uhr

Burg nimmt Anwohner in die Pflicht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Straßenreinigung ist in der Gemeindesatzung verankert – diese soll in Zukunft stärker durchgesetzt werden

Den Gehweg und den Rinnstein vor dem Haus nicht sauber zu halten, das könnte künftig teuer werden für die Burger. Denn laut Straßenreinigungssatzung der Gemeinde ist es die Pflicht der Grundstückseigentümer, die Gehwege, die kombinierten Geh- und Radwege, die begehbaren Seitenstreifen, die Radwege, die Fußgängerstraßen und der Rinnsteine sauber zu halten.

Die Gemeindestraßen und deren Einläufe zu säubern, laub-, schnee- und eisfrei zu halten, ist eine Aufgabe die den Mitarbeitern des Bauhofes obliegt. Neben den Fahrbahnen und Gehwegen sind es 1141 Gullydeckel entlang der Rinnsteine, dazu 30 große Abläufe, so genannte Regolen, und 15 über 70 Zentimeter tiefe Entwässerungsrinnen die regelmäßig vom Bauhofteam entleert werden müssen.

„Das ist Knochenarbeit. Allein die Gullydeckel wiegen rund 25 Kilogramm, die darin befindlichen Auffangeimer sind gefüllt oft wenig leichter. Die Rinnen müssen wir mit der Schaufel reinigen. Ein Mann allein kann diese Arbeit nicht erledigen, denn sie geht extrem auf den Rücken“, sagte Bauhofleiter Bernd Epler im Finanz- und Wirtschaftsausschuss. Dort ging es um die Empfehlung des Ausschusses an die Gemeindevertretung, die Reinigung der Straßenabläufe für 23  000 Euro an ein Unternehmen zu vergeben. Die entsprechenden Angebote wird die Abwassergesellschaft Abug einholen, die auch den Auftrag vergibt. Einstimmig ging die Beschlussempfehlung an die Gemeindevertretung.

„Das ist absolut sinnvoll, angesichts der Lohnkosten für die Bauhofmitarbeiter von bisher rund 21  000 Euro im Jahr für diese Aufgaben. Dazu kommt, dass die gesundheitlichen Risiken und daraus eventuell resultierende Krankenstände entfallen würden, unsere Mitarbeiter stattdessen andere wichtige Aufgaben übernehmen könnten“, sagt e Bürgermeister Hermann Puck (CDU).

Damit sind aber die Grundstücksbesitzer von ihrer Reinigungspflicht nicht befreit. Gerade im Herbst fallen viele Blätter, verstopfen, wenn sie nicht aus den Rinnsteinen entfernt werden, die Wasserabläufe. Durch übermäßiges Unkraut entstehen zusätzliche Probleme. Bei starken Regenfällen zum Beispiel schwemmt das Regenwasser Sand, Erde und Unkraut in die Auffangeimer und verstopft diese ebenfalls. Folge sind überspülte Straßen, die Verkehrsteilnehmer nicht nur behindern, sondern auch gefährden könnten. Wer gerade bei vermehrt auftretender Verschmutzung durch Laub darauf achtet und seine Gehwege und Rinnsteine rechtzeitig reinigt, verhindert unnötige Arbeiten und trägt dazu bei, das die Gullys frei bleiben und Regenwasser ablaufen kann. Da dies nicht alle reinigungspflichtigen Anwohner berücksichtigen, will die Gemeinde in Zukunft härter durchgreifen. „Auch wenn die Arbeiten des Bauhofs hier an einen Unternehmer vergeben werden, heißt dies ja nicht, dass die Bürger von ihrer Pflicht entbunden sind. Wir werden also öfters kontrollieren und Verstöße gegebenenfalls mit einem Bußgeld ahnden“, so Hermann Puck.

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