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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 06:51 Uhr

Funsport : Burg ist Mekka der Paintball-Szene

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Erst Anfang des Jahres öffnet Martin Kolhoff die Paintball-Anlage in Burg. Inzwischen ist das Team der Dusenddüwels in die Landesliga aufgestiegen. Jetzt verfügen die Sportler sogar über eine neue Außenanlage.

In Sachen Paintball ist der Luftkurort Burg auf dem besten Weg zur Top-Adresse im Norden. Den Grund dafür liefert der engagierte Unternehmer Martin Kolhoff. Der 42-jährige Meldorfer verschoss kurz nach seinem 35. Geburtstag seinen ersten Farbball und lernte als Erstes: Es wird beim Paintball nicht geschossen, es wird markiert. Entsprechend heißt das Paintballluftgewehr denn auch Markierer.

Die Gesichtsmasken verleihen den Spielern zwar ein martialisches Aussehen, dienen aber lediglich dem Schutz der Augen. Zwei Gruppen treten gegeneinander an. Ziel ist immer die Eroberung der gegnerischen Grundlinie, auch Basis genannt. Bei Turnieren steht auf der Grundlinie ein Holztor. Wer es schafft unbefleckt die gegnerische Grundlinie zu erreichen hat gewonnen. Auf dem Weg dahin bieten auf dem Turnierfeld 46 Deckungen – in Burg sind sie im so genannten „Paris-Layout 2013“ aufgebaut – Schutz gegen das Dauerfeuer der gegnerischen Farbbälle.

Jüngst lud der gelernte Vermessungstechniker und Erzieher Kolhoff zum Eröffnungsspiel auf der neuen Außenanlage ein. Burgs Paintballanlage in der ehemaligen Sackfabrik besitzt jetzt den Luxus sowohl ein Indoor- wie auch ein Outdoor-Turnierfeld zu haben. Indoor gibt es zudem einen „Schrottplatz“ als Spielfeld. Outdoor warten das „Dorf“ und der „Schrottplatz“ als weitere Außenflächen noch auf ihre Fertigstellung. Das erste Turnierfeld haben die 56 Mitglieder der Dusenddüwels, so heißt das Burger Team, das seit dieser Saison in der Landesliga spielt, bereits eröffnet.

Warum wirft ein 42-Jähriger seinen sicheren Job als Erzieher hin und wird Unternehmer? Um das zu verstehen muss man Martin Kolhoff erleben. Der Händedruck ist wie ein Schraubstock und vermittelt den Eindruck seiner Entschlossenheit, seiner Zielstrebigkeit. Kolhoff ist ein Adrenalin-Junkie. Team- und Leistungssport waren schon immer sein Ding. Dann kam Paintball. „Adrenalin pur“, findet Kolhoff noch heute und sagt: „Es ist ein schneller, den ganzen Körper und die volle Konzentration fordernder Sport, der unheimlich Spaß bringt.“

Doch vor dem Dauerspaß einer eigenen Anlage stand bei Kolhoff die Marktforschung. Bredstedt, Flensburg, Neustadt, Barsbüttel, Uetersen, Neumünster und weitere Orte, an denen es bereits Paintball-Anlagen gibt, suchte Kolhoff auf. Er analysierte genau was dort gut und was nicht so gut lief. Daraus leitete er sein Projekt für eine eigene Anlage ab. In der alten Burger Papiersackfabrik passte einfach alles. Mit Eigner Harald Gossing (58) verstand sich Kolhoff zudem sofort. „Harald Gossing hat mich hervorragend unterstützt“, sagt Kolhoff.

Vor rund drei Jahren nahm der Meldorfer mit seinem Projekt erstmals Kontakt zur Burger Gemeindevertretung auf. Die Politiker erkannten sofort die Bereicherung, die eine solche Anlage dem Luftkurort bringt, und gaben grünes Licht. Von April 2012 bis Februar 2013 bauten Kolhoff und Helfer die zwei Indoor-Felder inklusive Sozialräumen mit Casino und Duschen auf. Rund 3600 Paintball-Fans nutzten seither die Burger Anlage – von Dänemark bis Niedersachsen, von Bremen bis Mecklenburg-Vorpommern kommen die Spieler. „Turnierbereich, Fun- und jetzt auch Außenbereich locken die Spieler nach Burg“, weiß Kolhoff. In Burg kann jetzt bei jedem Wetter gespielt werden. Das gibt Planungsicherheit bei der Terminierung. Zudem haben die Turnierfelder Ligaformat: Jedes Feld ist 2000 Quadratmeter groß. Sind erst einmal alle fünf Felder fertiggestellt, dürfte Burg mit der größten Anlage im Norden zum Mekka der Paintball-Szene werden. Und auch für die Zuschauer ist gesorgt. Unter dem 2,5 Meter überstehenden Hallendach entstehen Lounges zum Feiern für Spieler und ihre Fans. Kolhoff blickt gelassen in die Zukunft. Er hat sich für Paintball entschieden – und mit sich mit dem Verein Paintball Dithmarschen einen Lebenstraum erfüllt.

>Mehr Informationen sowie weitere Fotos über die Burger Paintballanlage gibt es im Internet unter www.paintball-dithmarschen.de.

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erstellt am 15.Sep.2013 | 16:45 Uhr

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