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Norddeutsche Rundschau

23. August 2017 | 02:47 Uhr

Wildnis-Club : Buntes Lichtermeer auf dem Rhin

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Fast 1000 Kinder und Erwachsene erlebten einen besonderen Laternenumzug in der Engelbrechtschen Wildnis. Zahlreiche geschmückte Schiffe auf dem Wasser.

Die Mitglieder des Wildnis-Clubs müssen einen besonderen Draht „nach oben“ haben. Zieht eine Schlechtwetter-Front durch, erwischen sie garantiert den regen- und windfreien Moment für ihre publikumswirksamen Unternehmungen. So war es auch, als sie jetzt zum fünften Mal „Rhin in Flammen“ veranstalteten.

Hunderte Besucher wollten sich dieses Spektakel nicht entgehen lassen. Silke Ramacher – sie gehört mit zum Organisationsteam – hatte vor einigen Jahren die Idee, einen simplen Laternenumzug zu einem unvergesslichen Abend zu gestalten. Von der Rhinbrücke am „Poppenhuus“ bis zur Hühnerbrücke präsentiert sich seitdem immer am letzten Freitag der Herbstferien der Weg rund um den Rhin im bunten Lichtermeer.

Anlieger beleuchten mit Fackeln, Feuerkörben, Lampions, Windlichtern und Halloween-Kürbissen die Szenerie. Um die Stimmung perfekt zu gestalten, begleiteten auf dem Wasser wieder des spiegelglatten Rhins zahlreiche Boote und Kanus – alle fantasievoll und dekorativ beleuchtet – den schier endlosen Zug der Laterne- und Fackelläufer. „Feuer und Wasser sind ja eigentlich zwei gegensätzlich wirkende Elemente“, sagte Mitorganisator Klaus Hinrichs, „wir aber beweisen, dass in der Wildnis Feuer und Wasser harmonieren und der Rhin in Flammen steht.“

In der einbrechenden Dunkelheit vermischten sich die zuckenden Lichter der Fackeln und Laternen auf dem Spiegelbild des Wassers zu einem fast surrealen Bild. „Es ist uns auch ein riesiges Bedürfnis, das Gemeinschaftsgefühl mit den Anliegern zu stärken“, erklärte Klaus Hinrichs die hohe Teilnehmerzahl.

Mittlerweile hat sich der „flammende Rhin“ weit herumgesprochen. Denn unter den Teilnehmern waren auch Gäste aus Hamburg, um die etwa vier Kilometer lange Strecke mitzulaufen. Musikalisch wurden die Läufer von der Glückstädter „Olen Stadtkapell“ sowie dem Spielmanns- und Fanfarenzug Borsfleth begleitet. Und die Freiwillige Feuerwehr Engelbrechtsche Wildnis hatte auf das gesamte Geschehen ein wachsames Auge. Der Höhepunkt kam am Ende des anderthalbstündigen Marsches: Rein optisch stand der Rhin wirklich in Flammen, als die Feuerwehr am Ufer der Rhinbrücke unter dem Beifall der Zuschauer ein Vulkano-Feuerwerk zündete. Und noch mehr Spaß gab es für die Kinder, die sich einen gebackenen „Wilden Kerl“ abholen durften.

Maren Haijenga und ihr Team hatten im „Poppenhuus“ alles für einen fröhlichen und unterhaltsamen Abend vorbereitet. Diese Gelegenheit wurde auch von vielen Umzugs-Gästen genutzt.

In diesem Zusammenhang wies Klaus Hinrichs darauf hin, dass diese Veranstaltung ausschließlich aus der Vereinskasse des Wildnis-Clubs finanziert wird. Sein Dank galt allen Helfern und allen Anliegern, die dafür sorgten, dieses Event wieder zu einem der romantischsten Höhepunkte des Jahres zu machen: „Wer hier mal mitläuft, vergisst das so schnell nicht und kommt meistens auch gerne wieder.“

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