Zukunftsschulen : Bunter Markt der Möglichkeiten

Sie lernen den Umgang mit dem Feuerlöscher  und mehr: André Westphal, Neele Köller und Kursleiter Klaus Rahlf.
Foto:
1 von 2
Sie lernen den Umgang mit dem Feuerlöscher und mehr: André Westphal, Neele Köller und Kursleiter Klaus Rahlf.

Jacob-Struve-Schule in Hohenlockstedt setzt Impulse in der Brandschutzbildung für Neunt- und Zehntklässler

shz.de von
20. Juni 2014, 12:55 Uhr

Denise Igel aus der Klasse 5a in Wilster hat sich einen Bauchladen umgehängt. Auf ihrem Tablett laden Gläser mit einem braunen Pulver, zweierlei weißen Kristallen und Gewürzen zum Schmecken, Riechen und Fühlen ein. „Unsere Schule präsentiert das Fach Verbraucherbildung“, erklärt sie. Ihren Bauchladen hat die Schülerin sich ausgedacht, „damit man die Sinne testen kann“. Das sei wichtig, weil das Schmecken und Riechen miteinander verbunden seien. Bewerber um den Status Zukunftsschule im Kreis Steinburg zeigten auf einem bunten Markt der Möglichkeiten ihre Ideen und Projekte im Rahmen der Auszeichnungsveranstaltung in der Mensa der Wilhelm-Käber-Schule, Hohenlockstedt.

An Ständen mit Informationsmaterial und Mitmachangeboten erklärten die Schüler selbst und kamen so zum Ideenaustausch mit Mitschülern und Lehrern aus den anderen Schulen ins Gespräch. Auch eine Geschäftsführerin war vor Ort: Leonie Krohn vertrat die Schülerfirma MWANGAZA des Sophie-Scholl-Gymnasiums in Itzehoe: „Wir verkaufen Anteilsscheine. Mit dem Geld, das wir gewinnen, wollen wir eine Solaranlage an einer Schule in Tansania finanzieren“, erklärte die Neuntklässlerin. Der Name ihrer Firma sei Programm. Das schwer aussprechbare Wort bedeute „Lichtschein“ auf Suaheli.

Einen echten Impuls setzte aus Sicht der Initiative Zukunftschule.SH die Jacob-Struve-Schule aus Horst. Dort brachte der Physik- und Chemielehrer Klaus Rahlf 43 Erfahrungsjahre bei der Freiwilligen Feuerwehr Horst und Kellinghusen in den Unterricht ein. Jedes Jahr bildet er 16 Schüler im vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz aus. „Dieser Kurs ist etwas besonderes, weil er sich speziell an Neunt- und Zehntklässler wendet, die sich genau in dem Alter befinden, um aktiv in die Feuerwehr eintreten zu können“, äußerte er.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen