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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 09:38 Uhr

Bunte Mischung im theater itzehoe

vom

Programm für die Spielzeit 2013/2014 vorgestellt / Neu sind der kleine Abo-Ring H und die Preisgestaltung

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Noch läuft die aktuelle Spielzeit im theater itzehoe - doch ab jetzt darf schon die Vorfreude steigen auf die neue Spielzeit, die am 15. September beginnt. Vor mehr als 250 Zuschauern haben Theaterdirektorin Ulrike Schanko (Foto) und Theaterpädagogin Britta Schramm für das Kinder- und Jugendtheater am Dienstagabend das Programm der Spielzeit 2013/14 vorgestellt. Unterstützt wurden sie dabei von Sängerin Katharina Ajyba und Pianistin Birgit Eckel vom Landestheater Detmold sowie aus dem Landestheater Schleswig-Holstein von Intendant Peter Grisebach, Sänger Joa Helgesson und der Ballett-Compagnie. Für jeden Abo-Ring hatte die Theaterdirektorin ein berühmtes Gedicht umgetextet, die Besucher sollten die Vorlage erraten. 115 schafften es, der Itzehoer Bernd Voss gewann ein Wahl-Abo. Im Interview spricht Ulrike Schanko über das Programm.

Frau Schanko, gibt es ein Spielzeit-Motto?

Schanko: Nein, ein Spielzeit-Motto machen wir nicht, weil wir ein so ein breites und bunt gefächertes Programm haben, dass ich mich eigentlich immer weigere, das unter ein Motto zu stellen, weil man dann Stücke unter ein Thema verbiegt.

Nach welchem persönlichen Motto haben Sie den Spielplan erstellt?

Ich versuche immer, den Spagat zwischen Anspruch und Unterhaltung hinzukriegen. Ich denke, die Mischung ist gut gelungen. Wir haben zum Beispiel, was Anspruch angeht, im Schauspiel Peer Gynt und Faust I, aber auch eine sehr unterhaltsame Komödie. Dazwischen ist die ganze Palette abgedeckt.

Was sind aus Ihrer Sicht Höhepunkt im Programm?

Wir haben im Konzert-Spielplan ein ganz besonderes Highlight, ein großes Chorkonzert, das unser Landestheater hierher bringt mit selten aufgeführten Chorwerken von Wagner und Verdi. Da wird nicht nur der Opernchor singen, sondern er wird verstärkt mit mehreren Chören - also eine riesengroße, tolle, einmalige Veranstaltung, das sollte man auf keinen Fall verpassen. Es gibt zwei wunderbare Opern, Puccinis "Madame Butterfly" und die rassige "Carmen", also auch wieder ein Kontrastprogramm vom Temperament her. Wir haben im Abo Z im Studio eine schöne Mischung gefunden mit Balladen, Märchen von Grimm für Erwachsene und ausgewählten Weihnachtsliedern, aber auch - große Kunst auf kleiner Bühne - richtig große Stücke bis hin zu einem unbekannten Schiller, nämlich "Der Parasit".

Was ist neu?

Neu ist ein kleines Abo - klein deshalb, weil es nur halb so groß ist in jeder Hinsicht. Es sind nur drei Stücke statt der üblichen sechs, und es findet im kleinen Saal statt. Das ist deshalb entstanden, weil ich merke, dass immer mehr Angebote von den Theatern kommen, die vom Format her zu groß sind für das Studio, die aber das große Haus mit 600 Plätzen auch nicht vertragen, weil sie einfach intimer angelegt sind. Um diese Formate nicht völlig durchs Raster fallen zu lassen, haben wir das Abo H erfunden, natürlich zum halben Preis. Die Zusammensetzung ist so, dass es sich eignet für Eltern zum gemeinsamen Theaterbesuch mit älteren Kindern, so dass man Jugendlichen, die bisher im Kinder- und Jugendtheater waren, einen kleinen, geschmeidigen Einstieg ins Abendprogramm liefert. Dazu gehören "Tschick", der viel gelesene Jugendroman, "Harold und Maude" und "Der Untergang des Hauses Usher", also ein Grusical von Edgar Allan Poe mit musikalischer Untermalung. Das ist schon etwas, was auch Jugendliche anspricht.

Gibt es etwas, wovon Sie sich verabschiedet haben?

Eigentlich nicht. Wir haben schon versucht, alle Ecken wieder auszuleuchten und zu besetzen. Dass etwas nicht funktioniert hat, so dass wir uns davon hätten verabschieden müssen, das gab es nicht.

Wie sieht es bei den Preisen aus?

Die Preise bleiben gleich und bleiben nicht gleich. Sie bleiben gleich im Abo Z und natürlich im gesamten Kinder- und Jugendtheater. In den anderen Abos haben wir die Preise leicht anheben müssen, weil auch die Preise am Markt steigen und wir immer teurer einkaufen müssen. Wir werden in dem Zusammenhang das komplette System umstellen auf das landauf, landab übliche, dass man Vorverkaufsgebühren von zehn Prozent hat und erhöhte Preise an der Abendkasse, auch bei den theatereigenen Veranstaltungen. Aber: Das alles können Abonnenten gleich wieder vergessen, denn sie zahlen weder eine Vorverkaufsgebühr noch erhöhte Abendkassenpreise, und sie sparen in der nächsten Spielzeit komplett die Garderobengebühr. Die wird nämlich abgeschafft, so dass man als Abonnent ab sofort ein richtiges Schnäppchen machen kann.Der Verkauf an der Theaterkasse hat begonnen. Kontakt: 04821/670931 oder theaterkasse@itzehoe.de.

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