Fußballmaskerade in Wilster : Bunt, fröhlich, Fubama

Ausgelassene Stimmung vor der Bühne: Knut Seemann (l.) und Henrik Westphalen aus Horst.
Ausgelassene Stimmung vor der Bühne: Knut Seemann (l.) und Henrik Westphalen aus Horst.

Mehr als 6000 verkleidete Gäste feiern bei einer der größten Faschingspartys im Norden.

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05. Februar 2018, 05:00 Uhr

Mehr Narren, als Wilster Einwohner hat: Mehr als 6000 fantasievoll verkleidete Besucher der Fußballmaskerade („Fubama“) des SV Alemannia Wilster läuteten in der Marschenstadt die fünfte Jahreszeit ein. Eine der größten Faschingspartys im Norden lockte ins Colosseum und die angrenzende Zeltstadt.

„Lady Gaga“-Fans (v. l.) Sandra, Nadine und Bianca.
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„Lady Gaga“-Fans (v. l.) Sandra, Nadine und Bianca.
 

Die Gäste hatten sich wieder große Mühe mit ihren Verkleidungen gegeben. Mit selbst gebastelten Styropor-Puppen, Perücken-Aufsätzen, ein bisschen Plastik und viel Stoff hatte sich beispielsweise Ute Bantin aus Hamburg „Die kleinste Vierergruppe“ gefertigt – und lief mit einer Figur vor dem Körper und zwei weiteren auf Nacken und Rücken umher. „Es hat eine Woche gedauert, das zu basteln“, erzählte sie. Der Lohn für die Mühe: Sie gewann in der Kategorie für das beste Einzelkostüm den 1. Preis.

Als Gruppe unterwegs: Ute Bantin.
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Als Gruppe unterwegs: Ute Bantin.
 

Dass die Karnevalsveranstaltung zu einer fast unüberschaubaren Mega-Party geworden ist, vor der auch die Technik nicht Halt macht, zeigte sich auf der großen „Bühne 1“ im Zelt. Dahinter stand der technische Leiter über alle Bühnen, Gunnar Groksch aus Wacken. „Wir haben ein ganz neues Ton- und Soundsystem installiert“, erzählte er. Lautsprecher der neuesten Generation beschallten nun die Tanzfläche. „Das ist das Renommierteste, das es im Moment auf dem Markt gibt“, beschrieb er die gigantischen Licht- und Soundanlagen, die die Location in einen Tanztempel verwandelten. Auf drei großen Bühnen gab es dafür die ganze Nacht lang Live-Musik und angesagte DJs der Szene mit einer Mischung aus Karnevals-, Apres Ski-, Ballermann- und Chartmusik. Nico Peter aus Hamburg drehte mittendrin das Rohmaterial für Event-Videos. Der „Standesbeamte“ Thomas Duffner und sein Team trauten unterdessen im Heiratsmarkt auch wieder Hunderte von Paaren für eine Nacht. Ab 20 Uhr herrschte ohnehin Kusfreiheit. Am frühen Morgen fuhr ein Großteil der Gäste mit extra dafür bereit gestellten Shuttlebussen nach Hause.

Geht immer, auch bei der „Fubama“: die Polonaise.
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Geht immer, auch bei der „Fubama“: die Polonaise.
 
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