Bundesstraße sechs Wochen dicht – Kaufleute wollen Verbesserungen

Kaufleute fordern Erreichbarkeit des Gewerbegebiets während der B-206-Sanierung.
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Kaufleute fordern Erreichbarkeit des Gewerbegebiets während der B-206-Sanierung.

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09. Juli 2015, 18:12 Uhr

Die Kundschaft soll die Unternehmen im Gewerbegebiet auch während der B -206-Sperrung ansteuern können. Dafür setzten sich die Kaufleute in einem Gespräch mit Vertretern der Landesbehörde und der Baufirma ein.

Große Schilder an den Zufahrten weisen bereits darauf hin: Die B 206 wird von Montag, 20. Juli, für voraussichtlich volle sechs Wochen dicht gemacht. Aufwändige Sanierungsarbeiten zwischen den Kreiseln Overndorfer Straße und Mühlenbeker Straße/Neuer Kamp machen dies notwendig. Besondere Aufmerksamkeit schenken dem Bauvorhaben die Kaufleute aus dem Gewerbegebiet „Neuer Kamp“. Sie wollen weiterhin für Zulieferer und Kundschaft erreichbar sein. Die Ordnungsbehörde des Amtes Kellinghusen unter Leitung von Jürgen Rebien hatte daher zu einem Gespräch ins Amtsgebäude geladen. Neben einer Reihe von Neuer-Kamp-Anliegern waren auch Bürgermeister Axel Pietsch (BFK), Bauamts- und Polizeivertreter zugegen.

„Wir sind immer offen für Anregungen“, unterstrich Werner Braun vom Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, der gemeinsam mit dem Kollegen Bernd Lüschow in die Störstadt gekommen war. Ein offenes Ohr für die Sorgen der Kaufleute zeigten außerdem Vertreter der ausführenden Firma Kemna Bau. Die weiträumige Umfahrung des gesperrten B-206-Teilstücks gilt vor allem für den Schwerlast- und Fernverkehr. Vom westlichen Kreisverkehr aus Richtung Mühlenbarbek werden diese Fahrzeuge über die Luisenberger-, Brauer-, Vorbrügger- und Quarnstedter Straße nach Wrist geleitet. Ein entsprechender Hinweis im Bereich der S-Kurve in Wrist macht umgekehrt auf die Umleitung aufmerksam. Zusätzliche Schilder mit dem Hinweis „Innenstadt frei“ seien einerseits sinnvoll, so Regina Nürnberg. Sie würden aber auch Lkw-Lenker animieren, die Strecke durch die Stadt zu wählen. Gerade in den Sommerferien, wo viele Kinder auf dem Rad unterwegs seien, könne dies für eine erhöhte Unfallgefahr sorgen.

Braun unterstrich: Zur Stauvermeidung sei das Parken am Straßenrand in den innerstädtischen Umleitungsstraßen während des gesamten Zeitraums der Baumaßnahme untersagt. An relevanten Stellen – zum Beispiel am Abzweiger Vorbrügger Straße – soll zudem auf die freie Fahrt ins Gewerbegebiet über den östlichen Kreisverkehr hingewiesen werden.

Eine längere Diskussion gab es über Möglichkeiten der Gewerbegebiet-Zufahrt während der vorgesehenen Kreisel-Sanierung. Mit der geplanten zweitägigen Sperrung am Wochenende (ein „Bypass“ über die ehemaligen B 206 sichert die Stadtzufahrt) zeigten sich die Kaufleute nicht einverstanden. Regine Struve vom Möbelhaus „Wohnsinn“ machte auf eine laufende Aktion ihres Unternehmens aufmerksam. Martin Dethlefsen führte den starken Kundenzustrom zum Hagebaucentrum an Sonnabenden ins Feld. Verwiesen wurde zudem auf den ständigen Schlachthofverkehr. Vom Landesbetrieb geprüft werden sollen nun die Vorschläge einer Kreisel-Sanierung in Etappen bei laufendem Verkehr – was laut Aussage der Fachleute qualitative Abstriche und hohe Kosten mit sich bringen würde – sowie ein weiterer „Bypass“ auf der südlichen Seite der Straße auf Höhe des Radwegs.

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