Wettbewerb : Bundes-Jury beurteilt Kleingärten

Jochen Niemann, zweiter Vorsitzender des Kleingärtnervereins, weist auf die Infotafeln am Biotop hin, mit dem die Wilsteraner unter anderem schon beim Landeswettbewerb die Jury beeindruckt haben.
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Jochen Niemann, zweiter Vorsitzender des Kleingärtnervereins, weist auf die Infotafeln am Biotop hin, mit dem die Wilsteraner unter anderem schon beim Landeswettbewerb die Jury beeindruckt haben.

Wilsteraner haben sich für „Gärten im Städtebau“ qualifiziert und erwarten morgen die Bewertungskommission.

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27. Juni 2014, 05:00 Uhr

Sie hat als schönste Anlage Schleswig-Holsteins gepunktet: Die Wilsteraner Kleingartenanlage Großer Brook ist Landessiegerin und nimmt nun als solche am Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ teil. Dessen Jury hat sich für morgen in Wilster angesagt, um die Gärten im stimmigen Ambiente in Augenschein zu nehmen.

Wie haben sich die Kleingärtner auf diesen Tag vorbereitet? „Eigentlich wie wir es auch im vergangenen Jahr gemacht haben“, sagt Vorsitzender Heinz Jürgen Schulz. Und auch diesmal haben die Wilsteraner viel Arbeit investiert, um ihre Anlage zu präsentieren. Übrigens schon am vergangenen Wochenende wurden die Kleingärten begutachtet, da fand die Begehung im Rahmen des diesjährigen Kreiswettbewerbs statt. Im Grunde warten die Kleingärtner diesmal auf zwei Urteile. Gespannt sind sie natürlich auf den morgigen Besuch. Auf Bundesebene müssen sich die Wilsteraner gegen große Konkurrenten durchsetzen. Ihren Hut mit in den Ring werfen auch Kleingartenvereine aus Millionenstädten wie Berlin, Hamburg und Karlsruhe. „Da müssen wir gegenhalten“, so Heinz J. Schulz, der seine Mitglieder im Kleingartenverein – 75 an der Zahl – hinter sich weiß. Außerdem freuen sich die Kleingärtner auch darüber, dass sie Kreispräsident Peter Labendowicz und Bürgermeister Walter Schulz unterstützt werden. Beide werden beim Kommissionsbesuch am Sonnabendnachmittag dabei sein. Heinz J. Schulz unterstreicht das gute Verhältnis zur Stadt. „Bei allem was machbar ist, werden wir unterstützt“, fügt er hinzu.

Besonders wichtig aber sei die Gemeinschaft in der Anlage, um diese vielfältig zu gestalten. Die Wilsteraner haben sich schon oft auf Kreisebene an der Spitze positioniert. Ein Stamm von etwa zehn Mitgliedern hat sich mittlerweile zusammengefunden. Ohne sie, so Heinz J. Schulz, wäre alles nicht zu schaffen. Aber auch jeder in seinem Garten trage nach Kräften dazu bei. Bis zum letzten Moment arbeiten alle gemeinsam daran – von morgens bis abends. Nur gestern wurde früher Schluss gemacht – schließlich wollten alle das WM-Spiel Deutschlands sehen. Doch schon heute geht es mit den Pflegearbeiten weiter, damit die Anlage sich der siebenköpfigen Fachjury von ihrer besten Seite zeigt – um Ende vielleicht sogar die Goldmedaille zu gewinnen. Ausgerichtet wird der bundesweite Wettbewerb vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und vom Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG). Insgesamt stehen 30 Kleingartenvereine im Finale.

Qualifizieren konnte sich der Wilsteraner Verein vor allem durch sein soziales Engagement. Im NABU-Garten können Kinder und Jugendliche die Natur kennen lernen und Kontakte zu Gleichaltrigen knüpfen. In so genannten Schnuppergärten können Neugärtner ausprobieren, ob ihnen die Arbeit mit Spaten und Harke wirklich liegt, bevor sie sich fest binden. Außerdem wurde ein Schmetterlingsgarten eingerichtet, in dem die faszinierenden Insekten besonders viel Nahrung finden und gut beobachtet werden können. Und seit der Landesbewertung ist wieder einiges Neues in der Kleingartenanlage geschehen. „Wir haben den Bienenlehrpfad erneuert“, erzählt Heinz J. Schulz. Und eine neue Bank konnte dank des Sponsorings durch die Sparkasse Westholstein aufgestellt werden – in einem idyllischen Umfeld mit wunderschön blühenden Blumen.


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