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Norddeutsche Rundschau

20. August 2017 | 10:10 Uhr

Karneval : Büttenreden und närrische Lieder

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Prunksitzung bei der Marner Karnevalsgesellschaft. Prinzenpaar Jan-Christian I. und Christina I. hielt Antrittsrede.

„Denkt einige Stunden nicht an den Alltag, sondern habt Spaß.“ Das war das Motto, das Heiko Claußen, Präsident und Vorsitzender der Marner Karnevalsgesellschaft (MKG), zur Eröffnung der Prunksitzung ausgab. Nachdem Musketiere und Prinzengarde den Elferrat und das Kleine Prinzenpaar Rodrigo I. und Gioia I. auf die Bühne geleitet hatten, wurden die Kinderregenten von Moderatorin Maike Petersen bereits wieder verabschiedet. Sie feierten einen Tag später ihre Sitzung.

Heiko Claußen begrüßte zur Prunksitzung Königspaare aus Büsum, Neumünster, Itzehoe, Moorrege sowie Wehdel und Gäste aus Wuppertal, bevor Tanzmariechen Jaqueline Simon ihren Auftritt hatte. Danach hielt das amtierende Prinzenpaar Jan-Christian I. und Christina I. seine Antrittsrede. Dabei versprach der Prinz, das Zepter bis Aschermittwoch zu schwingen. Prinzessin Christina stellte klar, dass ihr das Regieren besser liege und der Prinz eigentlich nur ihre Begleitung sei. Gemeinsam wollen sie die Stadtkasse am Rosenmontag unter die Leute bringen, was Bürgermeister Hans-Joachim Möller schmunzelnd zur Kenntnis nahm.

Zum Programm der Prunksitzung gehörten auch die Tanzeinlagen. Maike Petersen berichtete, dass der Marner Karnevalsgesellschaft vier Kindergarden mit insgesamt 60 Tänzern angehören. Die Große Kindergarde präsentierte zum ersten Mal auf einer Prunksitzung ihr Können unter dem Titel „Wir brauchen Helden“ und erhielt begeisterten Applaus.

Im umfangreichen Büttenprogramm erzählte unter anderem Sandra Lorenz von ihrem Mann, gerade im Ruhestand und im dritten Frühling, und von den Straffungsmethoden von Elferrat und Prinz. Harald Kremer sorgte mit „Dithmarscher Bier“ und „wenn die Elbe voller Rum wär“ nicht nur beim Elferrat für Stimmung. Für Aufregung sorgte Victoria Keys, die in ihrer Büttenrede die Männer aufs Korn nahm. „Wo wir (die Frauen) sind, ist vorn, der Mann wäre ohne uns doch völlig verlor’n, schließlich haben wir ihn ja erst gebor’n.“ Die Amerikanerin gab noch eine Zugabe auf Platt und erhielt für ihr Engagement den Hausorden überreicht. Uwe Schlüter sang „Girls, Girls, Girls“ für alle hübschen Mädchen im Saal und bekannte „Ich hab keine Kohle“. Torben Ringeloth fragte, warum Vegetarier nicht rauchen, schließlich sei Tabak auch eine Pflanze. Und stellte fest: Männer in der Steinzeit waren einfach gestrickt, so wie heute. Sven Zylla nahm als „Handwerker im politischen Untergrund Berlin und Kiel“ das aktuelle politische Geschehen unter die Lupe und trug „das Treiben“ von Merkel und Co auch in Liedform vor.

Zwischen den Solodarbietungen tanzte das MKG-Ballett, und „De Marner Plattfeut“ begeisterten mit der Rocky Horror Picture Show.

Achim Haack brachte die Gäste zum Mitsingen. Für Bewegung sorgte Rainer Heinrich mit einer Polonaise, wobei auch der Elferrat über die Bühne tanzte. „Da sind wir dabei, viva Dithmarsia, wir lieben das Leben und geben richtig Gas, wir feiern heute Karneval und rufen Marn‘ hol fast!“

Nach dem großen Finale wurde kräftig weiter gefeiert.




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