Büsumer kämpfen um ihre Wasserschutzpolizei

Im Gespräch mit Beamten der Wasserschutzpolizei  Büsum: Innenminister Andreas Breitner.
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Im Gespräch mit Beamten der Wasserschutzpolizei Büsum: Innenminister Andreas Breitner.

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30. Juni 2014, 11:06 Uhr

„Das habe ich an keinem anderen Standort erlebt.“ Innenminister Andreas Breitner bereiste fast alle Dienststellen der Wasserschutzpolizei im Land, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Hintergrund: Bis 2020 will das Land 5300 Stellen abbauen. Auch wenn die Polizei nicht so hart wie andere Bereiche betroffen sein wird, so sollen dennoch 122 Arbeitsplätze wegfallen. Betroffen sind die Informationstechnik (IT), die Verkehrsüberwachung und die Wasserschutzpolizei (WSP). Dies könnte zur Schließung ganzer Stationen führen.

Deshalb wurde der Innenminister bei seinem gestrigen Besuch in Büsum von Fischern, Feuerwehrleuten und dem neu gewählten Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje empfangen – gemeinsam machten sie deutlich, wie wichtig die Wasserschutzpolizei für Büsum ist. Allein schon durch den Fischereihafen komme der WSP-Station, so betonte Breitner selbst, eine besondere Rolle zu. Außerdem ist Büsum der Heimathafen des Wasserschutzbootes Helgoland. Ein neues Schiff wird gerade für 7,8 Millionen Euro gebaut und soll bis November fertig sein.

Bei der WSP in Büsum sind drei Beamte tätig, hinzu kommt die neunköpfige Crew des Polizeibootes. Im Gespräch mit Breitner machten die Beamten deutlich, dass ihre Belastung bereits jetzt an Grenzen stößt, sie auch schon mal während ihrer Freizeit zu einem Einsatz ausrücken müssen.

Der Innenminister machte keinerlei Zusagen. Er will das Ergebnis einer Arbeitsgruppe abwarten.

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