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Norddeutsche Rundschau

17. November 2017 | 22:22 Uhr

Brunsbüttel : Bürgerwind kein Zugpferd

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der erhoffte Ansturm auf Anteile am Brunsbütteler Stadtwerke-Projekt blieb aus. Die Zeichnungsfrist endet.

Noch bis zum 31. Oktober können sich Einwohner der Schleusenstadt finanziell am Bürgerwindpark beteiligen, dann läuft die Zeichnungsfrist aus. Bislang zeigen deutlich weniger Brunsbütteler als erwartet Interesse an dieser Form der Geldanlage, die eine Eigenkapitalverzinsung über neun Prozent verspricht. Bis zu 1475 Brunsbütteler hätten die Möglichkeit einer Beteiligung gehabt, nach aktuellem Stand sind es tatsächlich jedoch lediglich 60 Bürger, die diese Form der längerfristigen Geldanlage für sich nutzen möchten.

Anfang des Monats hatten die Brunsbütteler Stadtwerke zur Informationsveranstaltung rund um eine Bürger-Beteiligung am neuen Bürgerwindpark eingeladen. Mit 220 interessierten Besuchern blieb die Teilnehmerzahl im Elbeforum deutlich hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück. „Vor der Informationsveranstaltung war das uns entgegengebrachte Interesse zu diesem Thema dermaßen groß, dass wir davon ausgehen mussten, dass uns die Brunsbütteler die Türen einrennen“, äußert Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Wulff. Und auch von dem in einer Auflage von 500 Exemplaren gedruckte Verkaufsprospekt, wurden bislang erst 300 Ausfertigungen kostenfrei an Interessierte Brunsbütteler herausgegeben.

„Das ist ja alles gar nicht so schlimm, es hat uns nur überrascht“, betont Wulff und ergänzt. „Wir haben 60 Kommanditisten, die sich gerne mit Anteilen in Höhe von 2,3 Millionen Euro an der künftigen Bürgerwind Brunsbüttel GmbH & Co. KG beteiligen möchten.“ Zudem hätten weitere potenzielle Gesellschafter angekündigt, rechtzeitig bis zum Stichtag am 31. Oktober ihre Angebote einzureichen.

„Wir werden den geplanten Eigenanteil in Höhe von drei Millionen Euro schon zusammenbekommen“, zeigt sich Wulff zuversichtlich. Sollte dies nicht der Fall sein, wird das über die Bank abgedeckte Fremdkapital um den fehlenden Betrag angepasst. Bei einem Zinssatz von 1,2 Prozent sei dies nicht weiter schlimm.

Durchschnittlich möchten sich die künftigen Kommanditisten mit einem fünfstelligen Betrag an dem über einen Zeitraum von 16 Jahren angelegten Projekt beteiligen. „Einbringen können sich Brunsbütteler Einwohner ab dem 18. Lebensjahr bereits mit 2000 Euro“, erläutert Wulff. Die weitere Zeichnung der Kommanditanteile erfolgt zunächst in 1000-Euro-Schritten bis 10 000 Euro. Anschließend geht es in 5000-Euro-Schritten weiter bis zu der maximalen Einlage von 100 000 Euro pro Person. Das verhaltene Interesse an einer Beteiligung kommt den künftigen Gesellschaftern zugute. „Bis zu 1475 Anteile waren vorgesehen. Wäre der Andrang groß gewesen, dann hätten wir wohl nicht jede gewünschte Zeichnungssumme in der jetzigen Höhe annehmen können“, so Wulff. Voraussichtlich im März oder April kommenden Jahres wird es die erste Gesellschafterversammlung geben. Dann soll auch der Beirat gewählt werden.





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