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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 21:38 Uhr

Gesellschaft : Bürgerstiftung nimmt Arbeit auf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Altbürgermeister Wilfried Hansen wird zum Vorsitzenden gewählt. Jetzt geht es um die Aufstockung des Kapitals. Dafür soll fleißig in Brunsbüttel geworben werden.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2014 | 05:00 Uhr

„Aus Brunsbüttel für Brunsbüttel“, lautet der Leitsatz der neu gegründeten Bürgerstiftung Brunsbüttel. Nach rund eineinhalbjähriger Vorbereitungszeit erhielt der Stiftungsinitiator Wilfried Hansen Mitte Dezember das lang ersehnte, rechtskräftige Anerkennungsschreiben aus dem Kieler Innenministerium. „Nun können wir endlich mit unserer eigentlichen Arbeit loslegen“, freute sich Altbürgermeister Hansen, der jetzt im Zuge der ersten offiziellen Zusammenkunft der Stiftungsmitglieder zum Vorsitzenden ernannt wurde. Die Stellvertreterposten übernehmen Christine Kruse und Stefan Mielke.

„Eigentliche Arbeit“, das bedeutet in diesem Fall zunächst einmal, die Stiftung in der Schleusenstadt und über die Stadtgrenzen hinaus bekannt zu machen. „Wir werden uns auf Hauptversammlungen großer Vereine und Veranstaltungen jeglicher Art der Öffentlichkeit präsentieren“, beschrieb Hansen das weitere Vorgehen. Darüber hinaus sollen Flyer entworfen werden, die in Arztpraxen und Supermärkten ausliegen werden. Ferner gilt es, weitere Spenden zu akquirieren, um das derzeitige Stiftungskapital in Höhe von 52 000 Euro aufstocken zu können.

„Für die kurze Zeit haben wir schon einen ansehnlichen Betrag zusammenbekommen“, zeigten sich die 14 Gründungsmitglieder der Stiftung begeistert. Dennoch sei dieser Betrag bei Weitem nicht ausreichend, um bei der derzeitigen Zinslage Projekte mit einer Ausschüttung zu unterstützen. Doch weitere 40 000 Euro wurden der Stiftung bereits in Aussicht gestellt. Darüber hinaus wurde die Stiftung bereits in einem Testament als Nachlassempfänger für ein Einfamilienhaus vorgesehen. Somit ist die junge Stiftung auf einem guten Weg. „Auch die heute großen Stiftungen sind alle mal ganz klein angefangen“, erklärte Hansen.

Aufgrund der Anerkennung der Stiftung durch Land und Finanzamt können sowohl finanzielle als auch Sachspenden entgegen genommen und Spendenbescheinigungen erstellt werden. Dabei entscheiden die Spender, ob die Zuwendung als Zustiftung und somit zur Aufstockung des Stiftungskapitals oder zur Unterstützung eines den Regularien der Stiftung entsprechenden Projekts genutzt werden soll.

Die Satzung der Bürgerstiftung Brunsbüttel sieht vor, dass Projekte unterstützt werden, die der Bildung, Erziehung, Jugend- und Altenhilfe, Kunst, Kultur, Denkmalpflege und Denkmalschutz, traditionellen Brauchtums und der Heimatpflege, Sport, Völkerverständigung, Umwelt- und Naturschutz, Landschaftspflege, Kriminalprävention sowie der Unterstützung bedürftiger und schuldlos in Not geratener Bürger dienen. Über die Einhaltung der Stiftungszwecke wacht und berät der Stiftungsrat den Vorstand. Dieser setzt sich aus Marget Janke, Iris Bischoff, Louis Tiedemann, Franz Heuer und Jörg Grimsmann zusammen.

Nicht einmal zehn Bürgerstiftungen gibt es in Schleswig-Holstein. Dabei sei diese Form eine probate Möglichkeit, das Wir-Gefühl in einer Stadt oder einer Region zu stärken. Dieser Ansicht sind zumindest die Gründungsmitglieder der Brunsbütteler Stiftung. „Ich möchte der Stadt in der ich leben gerne etwas zurückgeben“, nannte Louis Tiedemann seine persönliche Intention, sich für die Stiftung ehrenamtlich zu engagieren.

Nicht nur Menschen ohne Nachkommen haben durch die Stiftung die Möglichkeit, etwas Bleibendes zu schaffen, dass immer der Stadt erhalten bleiben wird und dem Wohle nachfolgender Generationen dienen wird.



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