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Glückstadt : Bürgerraum – noch fehlt es an Geld

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Viel Arbeit, um ehemaliges Kino im Jugendzentrum für Vereine und Gruppen herzurichten. Die Stadt gibt 1500 Euro.

von
erstellt am 21.Apr.2016 | 17:00 Uhr

Die Stühle stehen am Rand, der alte Teppichboden ist entfernt: Im ehemaligen Kinoraum wird aufgeräumt. Wenn es nach Sara Sunniva Vogel geht, soll dort ein Bürgerraum entstehen. Die Mitarbeiterin des Jugendzentrums und Jugendliche haben bereits angefangen, einiges aufzuräumen. Was fehlt, ist Geld, um zu sanieren. Denn die Stadt stellt nur 1500 Euro zur Verfügung. Und davon muss die neue Elektrik gemacht werden.

„Wir haben den Raum bereits in Eigenleistung in den Rohzustand versetzt“, sagt Sara Sunniva Vogel bei einer Begehung. Ein Teil der Kinosessel hat sie in Absprache mit der Stadt gegen eine Spende abgegeben.

Als die Jugendlichen den alten Teppichboden herausgerissen haben, kamen die alten Dielen zum Vorschein. „Aber die Substanz des Holzbodens und der Fenster ist marode.“ Auch das Glas einiger Scheiben hat Risse. Dabei sei der Raum eigentlich gerade wegen der riesigen Fenster und der breiten Dielen der schönste Raum im Gebäude. Sie sucht jetzt Sponsoren für neue Fenster. Im jüngsten Sozialausschuss kam bereits von Siegfried Hansen von der Piratenpartei die Anregung, dass sich Spender an den Fenstern verewigen könnten.

„Die Arbeiten, die noch zu tun sind, um das ehemalige Kino instand zu setzen, können wir allein nicht bewerkstelligen“, sagt Sara Sunniva Vogel. Deshalb seien sie auf Spender und Firmen angewiesen, die ihnen helfen. Dies sagte sie auch im jüngsten Sozialausschuss, wo sie die Idee für den neuen Bürgerraum vorstellte. Ein Raum, den Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen nutzen könnten. Wobei sie aber auch klarstellte, dass eine dauerhafte Öffnung personell nicht leistbar sei. Der Grundgedanke ist zunächst, dass Gruppen den Raum gegen eine geringe Nutzungsgebühr nutzen. Vorstellen kann sie sich auch eine Theatergruppe oder eine Fotoausstellung.

Diskutiert wurde im Ausschuss auch darüber, dass der Raum im ersten Stockwerk ist und damit nicht barrierefrei. Es müsste ein Fahrstuhl eingebaut werden. So weit wollte die Mitarbeiterin des Jugendzentrums nicht gehen. Ihr geht es darum, dass der Raum grundsätzlich genutzt wird. Denn bereits jetzt bröckelt der Putz ab, weil dort lange nicht geheizt wurde. Unterstützung bekam sie in diesem Punkt von Angelika Tesch, Fachbereichsleiterin der Stadtverwaltung. Sie erklärte: „Warten auf die große Lösung, dass tut dem Raum nicht gut.“ Inzwischen werde er auch wieder geheizt. Und Sara Sunniva Vogel erklärte, dass die Jugendlichen ganz heiß darauf seien, bei der Renovierung und den Vorarbeiten dazu zu helfen.

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