Auszeichnung : Bürgerpreis geht an Silvia Vogt

Preisträgerin Silvia Vogt mit CDU-Ortsvorsitzendem Olaf Hiel (li.), seinem Stellvertreter Oliver Magnussen und Laudator Hans-Walter Thee (re.).
Preisträgerin Silvia Vogt mit CDU-Ortsvorsitzendem Olaf Hiel (li.), seinem Stellvertreter Oliver Magnussen und Laudator Hans-Walter Thee (re.).

Die CDU der Schleusenstadt ehrt die Lehrerin für die kulturelle Arbeit mit der ambitionierten AG Darstellendes Spiel am Gymnasium in Brunsbüttel.

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12. Januar 2015, 05:08 Uhr

Seit acht Jahren leitet sie die AG Darstellendes Spiel am Gymnasium der Schleusenstadt. Wie engagiert und erfolgreich Silvia Vogt und ihre Schüler der Theater-AG zu Werke gehen, zeigte zuletzt im vorigen Jahr das selbst produzierte Musical „Grease“: Rund 3000 Zuschauer wollten sich die professionelle Inszenierung in den fünf Aufführungen im Elbeforum nicht entgehen lassen. Gestern wurde die Lehrerin mit dem Bürgerpreis der Brunsbütteler CDU geehrt. Sie habe sich herausragend für das kulturelle Leben in der Schleusenstadt eingesetzt, so die Begründung.

Gerührt nahm Silvia Vogt den Preis von Ortsvorsitzendem Olaf Hiel und seinem Stellvertreter Oliver Magnussen entgegen. Zwar ahnte sie, dass sie im Mittelpunkt stehen würde. Doch dass ihre komplette Theater-AG aufläuft, um Schulleiter Hans-Walter Thee bei einer ebenso unterhaltsamen wir ungewöhnlichen Laudatio zu unterstützen, damit hatte sie nicht gerechnet.

Dabei schien dies einmal mehr ein Zeichen zu sein für den großen Zusammenhalt unter den Schülern. Genau der mache einen großen Teil ihres Erfolgsrezepts aus, verriet Silvia Vogt. Als die ausgebildete Opernsängerin mit ihrer Familie nach Brunsbüttel zog, stellte sie fest, dass es Theater am Gymnasium gar nicht gebe. Die Idee, darstellendes Spiel auf den Stundenplan zu nehmen, begeisterte Hans-Walter Thee von Anfang an. Schon die erste Inszenierung sprengte den Rahmen in der Schulaula, eine Aufführung im Elbeforum kam hinzu. Aus Silvia Vogts Idee ist ein ambitioniertes Projekt geworden, das Stücke unter professioneller Begleitung auf die Bühne bringt. „Ich habe einen hohen Anspruch an mich selbst“, sagt sie. Und dies erstrecke sich letztlich auch auf die Schüler ihrer AG. Bei Bedarf werden Rollen sogar umbesetzt. Denn einerseits sollen die Aufführungen erstklassig sein, andererseits wolle sie aber auch keinen Schüler dem Risiko aussetzen, sich vor Publikum auf der Bühne zu blamieren, weil er mit seinem Part überfordert ist. Die gesunde Härte bei den Proben trägt Früchte. Erste Schüler haben das Metier für sich als Studienfach entdeckt. Und manche, erzählt Silvia Vogt, können nun tanzen und trauen sich zu singen – obwohl sie anfangs gedacht hätten, genau dies nicht zu können. „Sie lernen, über sich hinauszuwachsen“, erzählt die Bürgerpreisträgerin begeistert. Mehr noch, von ihren Theater-Schülern, die in diesem Jahr das Gymnasium mit dem Abitur verlassen, werden etliche im September in die Arbeit für die nächste Inszenierung einsteigen.

Ohne entsprechende Rahmenbedingungen sei das alles gar nicht möglich, weiß Silvia Vogt: „Ich bin dieser Schule so dankbar, dass meine Arbeit so unterstützt wird.“ Es sei eine einmalige Chance für die Kinder, unter den professionellen Bedingungen auftreten zu können, die das Elbeforum biete.

„Bürgerschaftliches Engagement ist in dieser Zeit nicht mehr selbstverständlich“, lobte der CDU-Europaabgeordnete Reimer Böge. Olaf Hiel wollte den von seiner Partei verliehenen Bürgerpreis als Ergänzung zum gerade erst beim Neujahrsempfang der Stadt verliehenen Bürgerpreis an vier engagierte Brunsbütteler verstanden wissen, die Rolle der Partei sei eher zweitrangig zu sehen. „Sie haben diesen Preis verdient“, würdigte Volker Nielsen, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. Silvia Vogt habe die Bedingungen genutzt: „In dieser Stadt kann man für junge Menschen im kulturellen Bereich sehr viel machen.“

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