Radweg an L115 gesperrt : Bürgermeister sind empört

Fordern die Reparatur des Radweges (von links): Jörgen Heuberger, Peter Pfahl und Axel Maas.
Fordern die Reparatur des Radweges (von links): Jörgen Heuberger, Peter Pfahl und Axel Maas.

Dafür haben die Bürgermeister aus Kronsmoor und Westermoor kein Verständnis: Wegen Schäden ist der Radweg an der Landesstraße 115 gesperrt – für eine Reparatur ist angeblich kein Geld da.

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10. Dezember 2014, 17:00 Uhr

Der gesperrte Radweg an der Landesstraße 115 – das geht gar nicht, sagen die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden Kronsmoor und Westermoor. „Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr muss schnellstens Abhilfe schaffen“, fordern Axel Maas und sein Westermoorer Amtskollege Peter Pfahl. „Spätestens bis zur nächsten Fahrradsaison sollte der Radweg wieder befahrbar sein“, unterstützt Amtsvorsteher Jörgen Heuberger die Forderung.

Wie berichtet, hatte die Steinburger Verkehrsaufsicht ein mehrere hundert Meter langes Teilstück ab der Landesstraße 116 Richtung Kronsmoor für Radler gesperrt. Grund der kurzfristigen Anordnung sind tiefe Risse und Absackungen, die Fahrradfahrer gefährden könnten. Mit Schildern und Absperrbaken wird das Befahren der Strecke jetzt verhindert.

Diese Anordnung der Behörde können die Bürgermeister verstehen, nicht jedoch die Aussagen des Landesbetriebs, dass für eine Sanierung im kommenden Jahr kein Geld bereitsteht. Auch der Hinweis, die Radler könnten die Straße benutzen, dies sei „bei den vorliegenden Verkehrsbelastungen auch vertretbar“, stößt auf Unverständnis.

Die Strecke werde sowohl von Kindern aus den Moordörfern, die in Itzehoe zur Schule gingen und zum Freibad Lägerdorf fahren würden, als auch von Fahrradtouristen genutzt, sagt Maas. Und für diese sei es auf der Straße gefährlich, denn entgegen der behördlichen Ansicht sei sie viel befahren und werde unter anderem als Autobahnzubringer genutzt. Und gerast werde dort auch. „Man hat uns in Breitenberg die Schule genommen, jetzt wird der Radweg geschlossen. Der ländliche Raum blutet aus“, zeigt sich Maas verbittert.

Dabei könne die Reparatur nicht so teuer werden, vermutet Peter Pfahl. Bereits in der Vergangenheit seien Schäden immer mal ausgebessert worden, warum jetzt nicht?, fragt er. „Es ist eine Frechheit, dass das Land sagt, dafür steht kein Geld zur Verfügung.“ Die Rader Hochbrücke wird auch saniert, „da wird doch etwas Geld für unseren Radweg übrig sein“, ergänzt Maas. Heuberger verweist auf andere Radwege, wie den zwischen Breitenburg und Itzehoe, der ebenfalls saniert worden seien. Die Bürgermeister kritisieren auch den Informationsfluss. Sie hätten von der Sperrung nichts erfahren und diese erst später entdeckt.

Axel Maas, Peter Pfahl und Jörgen Heuberger fordern die Reparatur bis zum Frühjahr – auch vor dem Hintergrund der benachbarten Landesstraße 116, die nach Lägerdorf führt. Diese wurde vor fünf Jahren für den Schwerlastverkehr gesperrt, weil Bewegungen im Untergrund festgestellt worden waren. Seitdem passierte dort nichts mehr. Falls die Reparaturen an der Radlerstrecke Richtung Kronsmoor aufgeschoben werden, befürchten die Bürgermeister das gleiche Schicksal für den Radweg.

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