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Bürgerforum: Neues Team und klare Ziele für die Wahl

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erstellt am 07.Mai.2013 | 03:59 Uhr

itzehoe | Im ersten Versuch gab es noch Probleme. Beim zweiten Mal funktionierte die Kandidaten-Aufstellung des Itzehoer Bürgerforums für die Kommunalwahl am 26. Mai. Neue Namen sind dabei wie Jens Reinhardt und Manfred Prigandt, aber mit Joachim Leve (von der DAF) und Bernd Prang (vormals Grüne) verstärkten auch kommunalpolitisch bereits Aktive das IBF. Parallel wurde das Wahlprogramm verabschiedet.

Das IBF biete "gestandene Kandidaten mit Hintergrund" auf, sagt Fraktionsvorsitzender Günter Wolter. Und die würden gebraucht, denn: "Wir sind viel zu häufig in Itzehoe vertröstet worden", meint er mit Blick auf Themen wie Südspange, Radwege oder das Treibhaus auf Alsen. Letzteres werde das IBF intensiv beobachten und nicht zulassen, dass die Jugendlichen an den Rand gedrängt werden. Vor allem aber ist es "weiter unsere Ansicht, dass die Lösung an der Grunerstraße die bessere, billigere und schnellere ist", so Wolter. Das Treibhaus sei "wunderbar angedacht", sagt sein Vertreter Carl-Heinrich Peters. Aber es sei nicht bezahlbar und außerhalb der Innenstadt falsch platziert.

Im Bereich Kindergärten wolle sich das IBF nicht aus der Verantwortung ducken wegen des Elterngeldes, sagt Wolter. Vorhaben müssten stets auf Plausibilität und Nachhaltigkeit geprüft werden, ebenso wie bei den Schulen. Hier müsse Itzehoe noch mehr Attraktivität schaffen, um das Umland weiter auszudünnen. Attraktiv müsse die Stadt auch in anderer Hinsicht sein: für Erwerbstätige durch eine HVV-Anbindung, für Verkehrsteilnehmer durch ein gepflegtes Straßennetz und Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, für junge Familien durch günstiges Bauland. Städtisches Wohnungseigentum dürfe nicht veräußert werden, betont Wolter. Der Radwege-Plan müsse einfach einmal umgesetzt werden. Und auf lange Sicht müsse auch der Masterplan Verkehr Früchte tragen: Das IBF hat die Nordumgehung nicht abgehakt.

Im Freizeitbereich will das Bürgerforum die Umsetzung des Sportentwicklungsplanes unterstützen. Das Kulturangebot solle besser als bisher vernetzt und koordiniert werden. Vorgeschlagen wird ein ehrenamtlicher Kulturbeirat, Wolter setzt zudem auf das Internet. Das gilt ebenfalls bei den Themen Transparenz und Teilhabe. Die Einwohnerfragestunde in Sitzungen werde selten genutzt: "Eine Bürgerfrage allein erfordert für viele Bürger eben auch Mut", sagt Wolter. Er stellt sich ein Frage-Antwort-Portal auf der Internetseite der Stadt vor.

Das Team mit alten und neuen Gesichtern sowie das Programm stünden für die bewährte Kompetenz des IBF in der kommunalpolitischen Arbeit, sagt Wolter voller Zuversicht. "Ich prognostiziere, dass wir genau so viele Sitze bekommen wie bisher auch." Das wären dann vier Mandate.

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