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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 12:30 Uhr

Glückstadt : Bürger in Nord sollen mitreden

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Stadtteilbeirat wird am 16. März in der Elbschule gewählt. Gremium soll Empfehlungen an Politik und Verwaltung aussprechen.

Die Bewohner aus Glückstadt-Nord mehr einbinden – das ist ein Ziel der neuen Quartiersmanagerin Olga Schill. Sie und ihre Chefin, Anette Quast, Geschäftsführerin von „tollerort“, stellten Politikern Einzelheiten zum Projekt „Soziale Stadt“ vor. Zum einen ging es um 20  000 Euro, die den Menschen im Stadtteil im kommenden Jahr für Projekte zur Verfügung gestellt werden sollten. Dieser Verfügungsfonds ist jetzt in der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung einstimmig beschlossen worden.

Und die beiden Frauen laden zur Auftaktveranstaltung Soziale Stadtteilentwicklung Glückstadt-Nord ein für Mittwoch, 16. März, von 18 bis 20.30 Uhr in die Pausenhalle der Elbschule. Dort werden die Ergebnisse der Untersuchung bekanntgegeben, die das Büro BIG Städtebau im Auftrag der Stadt Glückstadt gemacht hat. BIG Städtebau untersuchte, was im Stadtteil gut funktioniert und wo es noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Sowohl Anwohner als auch andere Interessierte haben viele Hinweise gegeben, was ihnen fehlt und was ihnen in Nord überhaupt nicht gefällt. Die Vorschläge für Maßnahmen um den Stadtteil attraktiver zu machen, werden in der Elbschule vorgestellt.

Während der Auftaktveranstaltung wird auch der Stadtteilbeirat gewählt. Auch das wurde in der Sitzung der Stadtvertretung jetzt einstimmig beschlossen. Der setzt sich künftig aus Bewohner sowie Vertretern von Einrichtungen in Nord zusammen. In diesem Gremium werden alle Planungen, die den Stadtteil betreffen, vorgestellt und diskutiert. Außerdem entscheidet der Beirat über die Gelder des Verfügungsfonds. Es werden noch Glückstädter gesucht, die Lust und Zeit haben, am Beirat mitzuwirken.

Möglich sein sollen auch Aktionen von Bürger. Und anders als geplant sollen mit dem Förderungsfonds auch Gutachten und Planungen mitaufgenommen werden. Darauf hatte das Innenministerium als Geldgeber hingewiesen, erklärte Bauamtsleiter Lüder Busch im Beisein von Olga Schill und Anette Quast. Das Ministerium habe gesagt, dass auch für kleine Spielplätze Planungen gebraucht würden. Aber das letzte Wort habe der Beirat.

Der Beirat wird – auch das war anders geplant – von 13 auf 15 Mitglieder erweitert. Vertreten durch sieben Anwohner und acht Delegierte. Denn Sozialausschussvorsitzende Nicole Evers hatte in einer gemeinsamen Sitzung von Bau- und Sozialausschuss den Antrag gestellt, dass ein Mitglied des Seniorenbeirates im Stadtteilgremium vertreten sein sollte. Der Antrag kam gegen drei Stimmen aus der CDU durch. Der Seniorenbeirat war zunächst als Institution nicht vorgesehen, „da Senioren erfahrungsgemäß in Beiräten sowieso recht zahlreich vertreten sind“, hieß es aus der Stadtverwaltung. Lüder Busch hatte zuvor gewarnt, dass die Gruppe nicht zu groß werden dürfe. Auch habe er Befürchtungen, dass die „institutionellen Vertreter“ sonst zu sehr „das Heft in die Hand nehmen“.

Der gesamte Beirat wird Empfehlungen an Verwaltung und Politik aussprechen können, wenn es um belange aus Glückstadt-Nord geht. Mit einer Geschäftsordnung sollen die Wahl der Beiratsmitglieder und die Arbeitsinhalte und -abläufe des Beirats geregelt werden. Dafür hat die Verwaltung in Abstimmung mit dem Quartiersmanagement einen Entwurf erarbeitet mit dem Ziel, die Regelungen praxisnah und leicht verständlich zu gestalten.

Olga Schill bietet jeden Mittwoch von 16.30 bis 18.30 Uhr eine Sprechstunde in den Räumen der Diakonie in der Jahnstraße für Bürger an. Dort informiert sie auch weiter zum Thema Beirat. Erreichbar ist die Quartiersmanagerin auch per E-Mail glueckstadt-nord@tollerort-hamburg.de.

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erstellt am 14.Mär.2016 | 05:15 Uhr

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