zur Navigation springen

400 Jahre Glückstadt : Bürger-Hilfe für Denkmäler

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Norbert Meinert, Christian Boldt und Ruth Möller suchen Mitstreiter / Bauamtsleiter Dr. Lüder Busch begeistert von der Idee

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2014 | 17:00 Uhr

Das Kugeldenkmal ist wohl das bekannteste Denkmal im Stadtpark, das an die Historie Glückstadts erinnert. Doch es gibt noch 39 weitere – verteilt über das Stadtgebiet. Drei Glückstädter haben jetzt die Initiative ergriffen, einige dieser Erinnerungsstücke zur 400-Jahr-Feier in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Und dabei sind sie auf die Hilfe der Bürger angewiesen.

Norbert Meinert, Vorsitzender des Museumsvereins, Christian Boldt, Vorsitzender der Detlefsen-Gesellschaft, und die ehemalige Stadtarchivarin Ruth Möller haben die Idee. In Corinna Kahl vom Kirchenvorstand haben sie die erste Glückstädterin gefunden, die mitmacht. Der Grundgedanke: Bürger übernehmen Patenschaften. Denn die Denkmäler sollen regelmäßig geputzt werden, einige Randbereiche müssten von Unkraut befreit werden. Denkbar ist auch, dass Flächen neu bepflanzt werden.

Wer mitmachen will, kann sich an Norbert Meinert wenden.

Bauamtsleiter Dr. Lüder Busch und seine Stellvertreterin Ester Patyk sind begeistert von dem Projekt. „Eine gute Idee“, sagt Dr. Busch. Die Stadt habe ein zu geringes Budget, um die Aufgabe leisten zu können. „Solche Patenschaften sind eine tolle Sache.“

Und Ester Patyk stellt „Bedienungsanleitungen“ zur Verfügung. Darin steht zum Beispiel, welche Putzmittel unproblematisch sind, etwa grüne Seife. Zudem hat sie Pläne, wie bestimmte Stellen im Stadtpark nach den Vorstellungen des Denkmalschutzes bepflanzt werden können. Geplant ist, dass die Paten mit einem Schild an den Denkmälern gewürdigt werden, die sie in Stand halten.

Alle Beteiligten einigten sich, mit den Denkmälern im Stadtpark anzufangen. Dies sind neben dem Kugeldenkmal die Doppeleiche von 1898, das Seidel-Denkmal und der Obelisk. Für solche Denkmale wie den Adler in der Gorch-Fock-Straße erhofft sich Christian Boldt Hilfe aus der Nachbarschaft.

Christian Boldt, Norbert Meinert und Ruth Möller könnten sich vorstellen, dass die Pflege auch über das Jubiläumsjahr 2017 hinaus reicht. „Die Denkmäler sind Zeugen der wichtigen historischen Ereignisse der Stadt“, sagt Christian Boldt. Das Kugeldenkmal würde an die Belagerung und Beschießung der Stadt erinnern. „Denkmäler halten die Vergangenheit lebendig.“

„Der Ist-Zustand der Denkmäler ist erbärmlich“, sagt Norbert Meinert. „Sie verlottern“, meint Ruth Möller.

Die Geschichtsinteressierten setzen große Hoffnung in das Projekt. Denn zu den Vorträgen der Detlefsen-Gesellschaft über die Belagerung im Winter kamen hunderte von Besuchern ins Rathaus. Dieses enorme Interesse zeige, wie wichtig die Historie sei. „Die Glückstädter sind geschichtsbewusst“, sagt Norbert Meinert.

Alle Denkmäler werden im nächsten Steinburger Jahrbuch vorgestellt, mit Texten von Ruth Möller.

>Infos: Norbert Meinert, 04124/937329

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen