Neujahrsempfang : Bürger für Integrationsarbeit ausgezeichnet

Geehrte Bürger: Bürgervorsteherin Karin Süfke (re.) und Bürgermeister Stefan Mohrdieck (li.) mit Marita Teschner, Bernd Brandt und Gisela Fritz. Sie kümmern sich ebenso wie Ute Willer um ausländische Mitbürger in der Schleusenstadt.
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Geehrte Bürger: Bürgervorsteherin Karin Süfke (re.) und Bürgermeister Stefan Mohrdieck (li.) mit Marita Teschner, Bernd Brandt und Gisela Fritz. Sie kümmern sich ebenso wie Ute Willer um ausländische Mitbürger in der Schleusenstadt.

Sie kümmern sich seit Jahren um ausländische Mitbürger in der Schleusenstadt. Dafür werden vier Brunsbütteler beim städtischen Neujahrsempfang geehrt.

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10. Januar 2015, 16:15 Uhr

Begleitet von vielen musikalischen Beiträgen der Gymnasiasten startete der Neujahrsempfang der Stadt im Brunsbütteler Gymnasium mit geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Vereinsleben. Im Mittelpunkt stand neben Rückblick auf 2014 und Ausblick auf das neue Jahr die Ehrung engagierter Bürger.

Vier Brunsbütteler erhielten von Bürgervorsteherin Karin Süfke und Bürgermeister Stefan Mohrdieck Ehrenurkunden und Anstecknadel. Gemeinsam ist Ute Willer, Gisela Fritz, Marita Teschner und Bernd Brandt, dass sie sich seit langem für die Integration ausländischer Mitbürger in der Schleusenstadt einsetzen. „Für diese großartige Leistung“, so Karin Süfke, „sprechen wir Ihnen im Namen der Stadt Dank und Anerkennung aus.“ Die Bürgervorsteherin zitierte Sänger Herbert Grönemeyer: „Wenn jemand sich aufmacht, zu uns zu kommen und dabei sein Leben aufs Spiel setzt, dann macht er es nicht, weil er sonst nichts zu tun hat, sondern ihm das Leben so hart mitspielt.“

Ein Beispiel für Unterstützung ausländischer Mitbürger in der Stadt liefern Monika Fritz und Marita Teschner seit über zehn Jahren. Mit dem bei der VHS angesiedelten OWI-Projekt, das 2013 mit dem europäischen Integrationspreis ausgezeichnet wurde, haben sie angefangen. Inzwischen ist daraus ein Treff geworden, zu dem jeden zweiten Freitag im Monat um die 15 Frauen mit ihren Kindern ins Heimatmuseum kommen. Fritz und Teschner helfen bei Sprachproblemen, beraten bei Problemen und unterstützen bei Behördengängen. Es seien nicht nur Freundschaften entstanden, sondern, so Gisela Fritz, „wir haben auch viel über uns selber gelernt“. Für Marita Teschner steht fest: „Es ist ein toller Erfolg, mit diesen Menschen zusammen zu arbeiten.“ Ans Aufhören denken sie noch nicht.

In seinem Ausblick auf 2015 ging Stefan Mohrdieck auf den ausgeglichenen Haushalt ein, neue Kredite seien nicht nötig. Eine gute Ausgangslage für die Stadt, sich unter anderem in der geplanten Vielzweckpier engagiert. Den Schleusenbau sehen Bürgermeister und Bürgervorsteherin als ein weiteres positives Signal für die Entwicklung Stadt. Mohrdieck betonte, dass eine ganze Reihe von Beispielen vor allem verdeutlichten: „Unsere Stadt definiert sich nicht über die Zahl defekter Atommüllfässer. Das hat Brunsbüttel nicht verdient.“

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