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Schandfleck : Bünz-Häuser: Abriss bis Jahresende

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bald sind die Fußgänger an der Hauptstraße in Kellinghusen wieder sicher: Die Bünz-Häuser sollen verschwinden – und mit ihnen das störende Gerüst.

Bahnanbindung, HVV-Anschluss, Bauland und Bünz-Häuser waren Themen der jüngsten Sitzung des Bürgerforums. „Ein Sicherheitsrisiko für Fußgänger“ seien die Bünz-Häuser in der Hauptstraße. Diese Feststellung bestätigte sich beim anschließenden Ortstermin.

Als die Forumssprecher Regina Nürnberg und Uwe Siehl in der unteren Hauptstraße eintrafen, fanden sie genau die bemängelte Situation vor: Der Fußweg ist durch ein Gerüst komplett versperrt. Fußgänger müssen auf die Straße ausweichen. Brenzlig wird es, wenn noch Pkw die Straße passieren. „Besonders gefährlich ist es für Bewohner des nahe gelegenen Altenheims“, sagte Siehl. Zumal das Gerüst in der dunklen Jahreszeit unbeleuchtet ist. „Die gelben Warnleuchten hängen zwar, funktionieren aber nicht“, stellte Nürnberg verärgert fest.

Die Frage des Bürgerforums, wann die Kreisbehörde endlich eingreife, hat sich jedoch erledigt. Auf Anfrage unserer Zeitung teilte die Ordnungsbehörde des Amtes mit, dass ein Abrissbescheid des Kreises mit einer Frist bis zum 31. Dezember vorliegt. Der Missstand hätte nach Meinung des Bürgerforums allerdings längst beseitigt sein müssen. Die Baulücke eigne sich sehr gut für die gewünschte innerstädtische Bebauung, wie sie nur wenig entfernt auf private Initiative beispielhaft erfolgte. Fest steht für das Bürgerforum: „Kellinghusen kann nur eine positive Entwicklung nehmen, wenn Neubürger zuziehen, die ihren Arbeitsplatz im auswärtigen Bereich, im Wesentlichen in Richtung Hamburg, haben.“ Dafür mahne das Forum bereits seit geraumer Zeit die vorausschauende Ausweisung von Bauland an. Immerhin biete die Stadt mit ihrer grünen Umgebung eine hohe Wohnqualität, viele Freizeiteinrichtungen, eine gute ärztliche Versorgung und ein Schulangebot bis zum Abitur.

„Als Chance für Wachstum begriffen werden sollte auch der Verbleib von Flüchtlingen“, hob Siehl hervor. Die Landesregierung habe für den Bau von Sozialwohnungen extra ein vereinfachtes Verfahren auf den Weg gebracht. „Mit Unterstützung von Land und Bund sollte die Stadt unbedingt zugreifen und die im F-Plan enthaltene Fläche östlich der Kaserne erwerben.“ Unter der dort verlaufenden Hochspannungsleitung könnte nach Meinung des Bürgerforums eine Sporthalle entstehen oder ein Discounter angesiedelt werden. In Frage für Sozialwohnungs-, Einzel- und Reihenhausbebauung komme zudem eine Fläche nördlich der Kaserne.

„Nicht oft genug betonen können wir, wie wichtig der HVV-Anschluss sowie der Bahnanschluss in Kellinghusen für die Region ist“, fügte Nürnberg hinzu. Für Arbeitnehmer bestehe eine sehr gute halbstündliche Bahnverbindung vom Bahnhof Wrist Richtung Hamburg, über Elmshorn, Tornesch und Pinneberg. „Auch Neumünster und Kiel sind vom Bahnhof Wrist aus gut zu erreichen.“

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