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BAUARBEITEN : Bühne frei für neue Theater-Technik

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Von Heizung bis Fassade – in den Ferien wird an vielen Schulen und öffentlichen Einrichtungen gebaut. Eine der größten Maßnahmen ist die Erneuerung der Obermaschinerie im theater itzehoe.

Drama, Komödie, Klavierkonzert? Fehlanzeige. Die Kunst schweigt derzeit im theater itzehoe. Dafür haben die Handwerker ihren großen Auftritt. Derzeit wird die Obermaschinerie ausgetauscht. Endlich, werden die Verantwortlichen wohl hinzufügen. Denn erst im dritten Anlauf klappte es mit der dringend notwendigen Erneuerung – schon seit 2010 ist die altersschwache Anlage aus den 1980-er Jahren nur noch eingeschränkt nutzbar. Sie durfte zuletzt gar nicht mehr zum Einsatz kommen, wenn sich jemand auf der Bühne aufhielt. Dabei gehört die Obermaschinerie zu den wichtigsten technischen Ausstattungen der Bühne. Sie hält die Zugrohre, die Scheinwerfer, Kulissen und Vorhänge tragen.

Nun werden alle 21 Antriebe ersetzt, so dass die Anlage dem „Stand der Technik mit den erforderlichen Sicherheitsstandards“ entspricht, erklärt Bühnenleiter Stefan Schott. Besonders sichere Winden machen es möglich, „dass man sich auch unter fahrenden Lasten bewegen darf“.

Mit der neuen Technik seien „viele Sachen möglich, die vorher nicht machbar waren.“ Beispielsweise sei die neue Anlage programmierbar, wesentlich schneller, und mit mobiler Steuerung sicherer und einfacher zu bedienen. Man könnte es sogar auf Knopfdruck schneien lassen, so Schott. Zwei Zentralrechner werden zurzeit neu programmiert.

Bereits im vorigen Jahr wurden die Trassen gebaut und Achs-Schränke installiert. Anfang Juli 2014 begann der Ausbau der alten Anlage, zwei Wochen später der Maschineneinbau. Zurzeit richten Elektriker die Zuleitungen für die neuen Antriebe ein. Die Endabnahme ist für Anfang September geplant. „Es funktioniert gut, alles ist im Plan“, freut sich auch Heyo Buurman vom städtischen Bauamt. Die Maßnahme kostet 750 000 Euro.

Die Arbeiten im Theater sind in diesem Sommer die größte Baumaßnahme. Doch auch andernorts in der Stadt wird eifrig gewerkelt – traditionell ist die Ferienzeit auch Bauzeit.

„In der Klosterhofschule werden Klassenräume zusammengelegt als Vorgriff auf die Aufstockung des Erweiterungsbaus“, erklärt Buurman. Die Arbeiten seien „ziemlich fertig“, die Aufstockung soll im Spätherbst beginnen. Der jetzige Umbau kostet 140 000 Euro, das Aufstocken 700 000 Euro.

Auch nebenan in der Kaiser-Karl-Schule sind Handwerker aktiv. Die Heizung wird saniert. In dem Zuge wird auch der alte Schornstein auf dem Hof abgerissen – „ein Monsterteil“, so Buurman. Das war bereits im vorigen Jahr geplant, musste aber verschoben werden. Kosten: 120 000 Euro.

Auch an der Wolfgang-Borchert-Regionalschule wird die Heizung erneuert. Die Kosten dort liegen bei 90 000 Euro.

An der Grundschule Wellenkamp wird der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht. Unter anderem müssen neue Brandschutz-Türen eingebaut werden. 200 000 Euro muss die Stadt dafür berappen.

Am Schulzentrum am Lehmwohld sind die Handwerker in den Ferien bereits ein gewohntes Bild. Ein weiterer Abschnitt der Fassadensanierung, die seit 2010 läuft, wurde in Angriff genommen. Rund 800 000 Euro sind dafür eingeplant. Insgesamt wird sich das Projekt noch bis ins Jahr 2018 ziehen.

Außerdem werden in den Ferien noch an etlichen anderen Schulen und Einrichtungen kleinere Arbeiten ausgeführt. Im Vergleich zu den Großmaßnahmen sei es „Klimperkram“ wie etwa das Verlegen neuer Teppiche, so Buurman. Doch auch die Kleinigkeiten summieren sich – unterm Strich steht eine Summe von über einer Million Euro.

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erstellt am 16.Aug.2014 | 08:00 Uhr

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