Bücherflohmarkt: 2360 Gramm Lesestoff für drei Euro

Kirsten und Sonja Hagge stöbern am Büchertisch.
Kirsten und Sonja Hagge stöbern am Büchertisch.

shz.de von
25. November 2013, 05:00 Uhr

Seit weit mehr als 30 Jahren veranstaltet die Stadtbücherei Brunsbüttel einmal jährlich einen Bücherflohmarkt. „In diesem Jahr haben wir so viele Bücherstiftungen erhalten, dass wir im Frühjahr und jetzt im Herbst einen Markt ausgerichtet haben“, erklärt Bettina Lundelius. Gemeinsam mit Büchereileiterin Ingrid Grzemba rechnete sie die Einkäufe der zahlreichen Kunden ab.

Gleich zu Beginn um 14 Uhr war der Ansturm auf Reiseführer, Kochbücher, Romane aller Genres und Kinderbücher groß. „Viele wollen das ganze Angebot durchstöbern und Zeit dazu haben“, berichtet Lundelius über ihre Erfahrungen. Im Eingangsbereich konnten Privatanbieter ihre Stände ohne Standgebühr aufbauen. Karl-Heinz Tito und Ralf Grimm waren erstmalig dabei und hatten von Dithmarscher Geschichte bis zu aktueller Belletristik alles in ihren Auslagen. „Es kommen viele Familien, die sich mit Lektüre eindecken“, erklären das Büchereimitarbeiterinnen.

Die Bücher kommen von Spendern und aus den Regalen der Stadtbücherei. „Kaputte Exemplare werden natürlich entsorgt, viele Titel haben wir aber doppelt oder die Bücher sind veraltet“, erläutert Bettina Lundelius. Reiseführer und auch Kochbücher werden oft ausgetauscht, genauso Lexika. „Aber die Sehenswürdigkeiten werden ja nicht abgerissen und die Wege dahin findet man auch in einem älteren Stadtplan.“

Die Schwestern Kirsten und Sonja Hagge stöberten zum ersten Mal in den großen Bücherkisten. „Wir wollten schon immer mal zum Bücherflohmarkt kommen, aber bisher hat es nie geklappt“, freuten sich die Beiden jetzt über ihren Besuch und vertieften sich in die Inhaltsangaben der Bücher, um sich für die kommenden Leseabende das Passende auszusuchen.

Die Verkaufspreise sind äußerst moderat. Es gab vielgelesene Bücher zum günstigen Kilopreis und die beiden Kassiererinnen achteten auf möglichst volle Kilos. „2360 Gramm kosten auch drei Euro, da kann der Kunde sich doch noch ein oder zwei Taschenbücher aussuchen“, schickte auch Ingrid Grzemba Kunden wieder an die Auslage-Tische.

Sehr gut erhaltene Bücher wurden nach Stückpreis abgerechnet. Die Einnahmen gehen in die Büchereiarbeit. „Wir werden einen Teil für den Ausbau der E-Book-Onleihe verwenden“, so Ingrid Grzemba. Seit Juni hat die Stadtbücherei E-Books in der Ausleihe.

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