Plus von zehn Prozent : Brunsbütteler Häfen mit Rekord-Umschlag – 13 Millionen Tonnen

Blick auf den Elbehafen „Brunsbüttel Ports“ in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein).
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Blick auf den Elbehafen „Brunsbüttel Ports“ in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein).

Die Häfen Brunsbüttel Ports GmbH und der Dachmarke Schramm Ports & Logistics sind weiter auf Wachstumskurs.

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04. Januar 2018, 13:00 Uhr

Brunsbüttel | Die drei Brunsbütteler Häfen bleiben auf Wachstumskurs. „Die in 2017 umgeschlagenen Gütermengen stellen ein Rekordergebnis dar“, betonte Frank Schnabel, Geschäftsführer der Brunsbüttel Ports GmbH und der Dachmarke Schramm Ports & Logistics am Donnerstag in der Stadt an der Unterelbe (Kreis Dithmarschen). Noch nie seien so viele Güter umgeschlagen und gelagert worden.

Der Gesamtumschlag von etwa 13 Millionen Tonnen bedeutete ein Plus von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der abgefertigten Seeschiffe stieg um rund 23 Prozent und der Binnenschiffe um rund 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch für dieses Jahr zeigte sich Schnabel optimistisch. Die Zahl der Mitarbeiter von derzeit 350 werde weiter aufgestockt. Geschäftszahlen nannte er nicht.

Mit 13 Prozent verzeichnete der Elbehafen 2017 das stärkste Plus (insgesamt rund 10 Millionen Tonnen), der Hafen Ostermoor steigerte den Umschlag um 8 Prozent und der Ölhafen um ein Prozent. In den vergangenen zehn Jahren nahm die Umschlagmenge um 3,7 Millionen Tonnen oder 40 Prozent zu.

Insbesondere der Umschlagszuwachs von Flüssig- und Massengütern ist laut Schnabel für das Rekordergebnis in den drei Brunsbütteler Häfen verantwortlich. Wachstumstreiber im Bereich der Flüssiggüter seien das Handling unterschiedlicher Chemieprodukte im Hafen Ostermoor, der Umschlag von Ölprodukten im Brunsbütteler Ölhafen sowie das Handling von Rohöl und Propangas im Elbehafen. Im Bereich Massengut wurden unter anderem mehr Baustoffe und Kupfererzkonzentrat umgeschlagen und zwischengelagert.

Die Brunsbüttel Ports GmbH hat inzwischen 15 Hafen- und Logistikstandorte unter der Dachmarke Schramm Ports & Logistics.

Neben den drei Brunsbütteler Häfen gehören dazu die Häfen Glückstadt und Rendsburg, vier Logistikstandorte in Hamburg und sechs Häfen beziehungsweise Terminals in Schweden. Umgeschlagen hat die Gruppe 2017 insgesamt rund 16,5 Millionen Tonnen - ein Plus von fast 13 Prozent.„Dieses Jahresergebnis bestätigt unsere Universalhafen-Strategie, uns breit aufzustellen und die verschiedenen Verkehrsträger Wasser, Schiene und Straße zu nutzen“, sagte Schnabel. Im Geschäftsjahr 2017 baute das Hafen- und Logistikunternehmen seine Aktivitäten national und international weiter aus. Zum 1. März übernahm die Schramm Ports & Logistics Sweden AB, eine Tochter der Brunsbüttel Ports GmbH, die Mehrheitsanteile am schwedischen Hafenbetreiber und Logistikunternehmen Söderhamns Stuveri & Hamn AB (SSHAB).

Im Herbst erhielt Brunsbüttel Ports außerdem den Zuschlag für die Verlängerung der Logistikdienstleistungen am Vattenfall Heizkraftwerk Moorburg und übernimmt zusätzlich nun auch die Umschlagslogistik für die Vattenfall Heizkraftwerke Tiefstack und Wedel. Im Januar 2018 kommt noch ein weiterer Industriekunde in Brunsbüttel dazu, für den das Unternehmen einen Teil der Hafen-/Werkslogistik übernimmt.

Brunsbüttel ist in Schleswig-Holstein der wichtigste Hafenstandort. Einem im April veröffentlichten Gutachten zufolge könnten dort bis zu 1000 weitere Jobs entstehen. Bisher sichern der Elbehafen und die beiden Kanalhäfen die Arbeitsplätze von rund 12 600 Menschen in der Region und generieren eine Bruttowertschöpfung von rund 870 Millionen Euro. Geplant ist die Errichtung eines LNG-Importterminals. Dadurch könnten über Brunsbüttel pipelineunabhängig weltweit neue Erdgasbezugsquellen erschlossen werden. Der Investor N. V. Nederlandse Gasunie favorisiert Brunsbüttel als Standort. Im Fall einer Realisierung könnten Investitionen geschätzt in Höhe von rund 450 Millionen erfolgen.

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