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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 10:36 Uhr

Brunsbütteler bauen einen Kanal

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schleusenstädter gewinnen bei Herausforderung von Radiosender RSH und sichern sich 2500 Euro für den Südseitentreff

Ihren Gemeinschaftssinn stellten die Brunsbütteler gestern unter Beweis. Sie nahmen eine Herausforderung des Privatsenders RSH an und gewannen. Das brachte 2500 Euro ein, die dem Südseitentreff zufließen, der sich vor allem um sozial benachteiligte Kinder in dem Stadtteil südlich des Kanals kümmert.

Viel Vorbereitung hatten die Schleusenstädter nicht. Erst gestern Morgen um punkt 7 Uhr hieß es: „Radio an und Ohren auf“ – in der Wach-Mittmann-Show mit Volker Mitmann und Katharina Nicolaisen wurde die Aufgabe für die Schleusenstadt bekannt gegeben. Musste Kappeln am Tag zuvor den Platz am Hafen der Ostseestadt mit als Fischer, Piraten, Seemänner sowie Meerjungfrauen verkleideten Menschen füllen, die zudem die Aufgabe hatten den Zungenbrecher „Fischers Fritz fischt frische Fische“ fehlerfrei aufzusagen, ließen sich die kreativen Radiomoderatoren von RSH für die Schleusenstadt etwas ganz anderes einfallen. Innerhalb von fünf Stunden sollten die Brunsbütteler auf dem an der nördlichen Einfahrt zur meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt gelegenen Gustav-Meyer-Platz einen 98 Meter langen Kanal mit Wannen, Eimern, Planschbecken und anderen Behältnissen errichten. Zudem sollten sie kleine Schiffchen und gelbe Quietsche-Entchen auf dem verkleinerten Pendant des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) schwimmen lassen.

„Nachdem die Aufgabe übers Radio bekanntgegeben wurde, haben wir uns direkt zum Veranstaltungsort begeben und mit dem Bau de Miniatur-Kanal begonnen“, erzählt Sascha Kraus, Leiter des städtischen Bauhofes. Knapp zwei Stunden dauerte es, dann standen die Wände des Minikanals auf einer Länge von gut 110 Metern. „Eigentlich lief der Aufbau reibungslos, jedoch mussten wir beim Befüllen feststellen, dass das Gefälle auf der gesamten Länge doch etwas zu stark war, sodass wir noch ein paar Staubrücken einbauen mussten“, sagte Kraus. Weit über 30  000 Liter Wasser wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Brunsbüttel aus dem NOK in den Miniaturnachbau sowie die unzähligen Eimer, Wannen und andere Behältnisse gepumpt, die die Brunsbütteler mit zum Veranstaltungsort gebracht hatten. Auf das Kommando von Bürgermeister Stefan Mohrdieck wurden punkt 12 Uhr zahlreiche Papierschiffchen zu Wasser gelassen, die unter anderem von den Schulen gebastelt worden waren.

„Eigentlich hätten sich die Schulen gerne vor Ort an dieser Aktion beteiligt, doch leider wurde dies von der obersten Schulinstanz in Kiel untersagt“, bedauerte Mohrdieck das Fehlen der Schüler, die sich sichtlich viel Mühe gegeben hatten, die RSH-Challenge zu unterstützen.

Volker Mittmann zeigte sich von der Einsatzbereitschaft der Brunsbütteler begeistert. „Ihr habt ja gleich zwei Kanäle errichtet und die geforderte Länge um mehr als das doppelte überboten“, stellte der RSH-Moderator bei seiner Ankunft fest. Davon profitiert der Südseitentreff. „Das ist wirklich unglaublich toll“, so dessen Leiterin Britta Rusche. Gemeinsam mit ihrem Team betreut sie über 30 Kinder und Jugendliche. Mit dem Geld soll unter anderen das Angebot weiter ausgebaut und das Konzept um Erlebnispädagogik erweitert werden.

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