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Benefizaktion : Brunsbüttel hilft: Herbstfest schwächelte

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die zweitägige Benefizaktion des Vereins Brunsbüttel hilft zugunsten krebskranker Kinder endete mit einer herben Enttäuschung für die Veranstalter. Deren Erwartungen wurden nicht erfüllt.

Das Herbstfest des Vereins Brunsbüttel hilft zugunsten krebskranker Kinder endete mit einer herben Enttäuschung für die Veranstalter. Deren Erwartungen wurden nicht erfüllt. Dabei sah es zu Beginn noch so aus, als stünde die erstmals zweitägige Benefizveranstaltung von Brunsbüttel hilft in diesem Jahr unter einem besonders guten Stern.

Traumhaftes Spätsommerwetter und ein gut besuchter Aktionstag der Brunsbütteler Vereine auf dem Rathausplatz ließen auf eine hohe Besucherzahl der abendlichen Veranstaltung auf dem Gustav-Meyer-Platz hoffen. „Organisatorisch waren wir super aufgestellt, mit der Musikgruppe Full Circle konnten wir eine erstklassige Live-Band verpflichten, doch was uns fehlte, waren schlichtweg die Besucher“, zog Hans Erich Sievers ein ernüchterndes Fazit.

Auch der zweite Veranstaltungstag, der mit einem Motorradgottesdienst unter der Leitung von Pastor Ingo Pohl begann, lockte nicht die gewünschte Besucherschar an. Gerade einmal 50 Motorradfahrer und somit die Hälfte der erhofften Teilnehmer, fanden sich zur Andacht mit einer anschließenden Tour durch Dithmarschen an der Brunsbütteler Schleuse ein. Damit waren die Biker zahlmäßig den übrigen Teilnehmern unterlegen. „Jeder Motorradgottesdienst hat mal klein angefangen, im nächsten Jahr verdoppeln wir die Zahl“, machte der Pastor den Organisatoren Mut.

Musikalisch untermalt wurde der Gottesdienst vom stimmengewaltigen Gospelchor Go(o)dspel Voices. Während die Biker zu ihrer rund 150 Kilometer langen Ausfahrt aufbrachen, unterhielt das Vokalensemble die Gäste auf dem Gustav-Meyer-Platz. Ebenfalls für Unterhaltung sorgten Schüler der privaten Musikschule Hein.

Ein pralles Angebot für Kinder und Aktionen zugunsten krebskranker Kinder rundeten die Veranstaltung ab. Darunter eine Tombola mit zahlreichen Preisen. Der Hauptpreis, eine fünftägige Reise nach Marrakesch, die von einer Brunsbüttelerin spontan gespendet wurde, ging an Heike Diesner aus Kellinghusen. Den zweiten Preis in Form eines Fahrrades nahm Martin Hagge in Empfang und ein Präsentkorb als dritter Preis ging an Margitta Hartmann-Hanczyk, beide aus Brunsbüttel.

Was am Ende finanziell bei der zweitägigen, eintrittsfreien Benefizveranstaltung herumgekommen ist, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

„Wir sind unglaublich froh, mit der Firma Schramm einen Sponsor zu haben, der uns seit drei Jahren jeweils mit einem erheblichen Betrag unterstützt“, sagte Cheforganisator Rolf Hein. So konnte zumindest ein Teil der Kosten gedeckt werden. Und Torhaus-Wirt Renato Carvagalia erklärte sich bereit, pro verzehrter Speise mit Getränk einen Euro für das Spendenaufkommen abzuzweigen. Ferner verzichtete das Sicherheitsunternehmen PSN-Security aus Hemmingstedt auf das Honorar. 208 Euro aus der Kollekte des Motorradgottesdienstes konnte der Kieler Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche direkt in Empfang nehmen.

„Mich hat es unglaublich gefreut, dass hier solch eine Veranstaltung auf die Beine gestellt wurde, durch die unsere Vereinsarbeit etwas öffentlicher wird“, sagte Meike Ehrlich. Die gebürtige Brunsbüttelerin, die mittlerweile in Kiel zu Hause ist, erkrankte mit 14 Jahren an Krebs und weiß um die Bedeutung der psychologischen Unterstützung von Familien mit einem krebskranken Kind.

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erstellt am 26.Aug.2013 | 14:32 Uhr

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