Brunsbüttel für Ansturm gerüstet

Haben das Schleusen-Informationszentrum an der Schillerstraße mit neuen Schautafeln bestückt: Stadtmanagerin Anne-Merle Wulf und Martin Rösler. Entwickelt wurden die Tafeln von Roland Ladage, dem Koordinator der Schleusenführungen.
Haben das Schleusen-Informationszentrum an der Schillerstraße mit neuen Schautafeln bestückt: Stadtmanagerin Anne-Merle Wulf und Martin Rösler. Entwickelt wurden die Tafeln von Roland Ladage, dem Koordinator der Schleusenführungen.

Kanalstadt zu Ostern ausgebucht / Schleusenbaustelle soll dieses Jahr mehr Gäste in die Stadt locken

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27. März 2018, 17:52 Uhr

Vielversprechender Saisonauftakt: Mit einer hohen Belegungsquote startet Brunsbüttel in die touristische Saison 2018. Stadtmanagerin Anne-Merle Wulf meldet: „Wir sind über Ostern ausgebucht.“ Der Trend, im eigenen Land Urlaub zu machen, hält augenscheinlich auch in diesem Jahr weiter an, und auch die Schleusenstadt profitiert davon.


Infozentrum aufgewertet

Pünktlich zur Saisoneröffnung konnte zudem eine touristische Attraktion der Stadt fertiggestellt werden. Neue, einheitliche Ausstellungselemente zieren nun das Bild im Schleusen-Infozentrum (SIZ) in der Schillerstraße. Dort erhalten Besucher umfangreiche Informationen rund um den Neubau der fünften Schleusenkammer. „Bislang haben wir uns mit zusammengesammelten Materialien wie Fotos, Bauzeichnungen und Karten ausgeholfen“, sagt Martin Rösler vom Stadtmanagement. „Auch wenn es ganz gut funktioniert hat, ist damit ist jetzt Schluss.“ Die von Roland Ladage (VHS) entwickelten neuen Ausstellungstafeln enthalten umfangreiche Informationen, anhand derer Besucher eigenständig und leicht verständlich die Entwicklung der Schleusenanlage nachvollziehen können.

„Das Herz im SIZ sind und bleiben selbstverständlich unsere 15 Schleusenführer der Brunsbütteler Volkshochschule“, betont Stadtmanagerin Anne-Merle Wulf. Diese werden im Rahmen des monatlichen „Schleusensnack“ stetig über die Entwicklungen auf Europas größter Wasserbaustelle informiert. Im Rahmen von offenen, aber auch geschlossenen Führungen wird dieses Wissen an interessierte Besucher weitergegeben.

2017 nahmen 5600 Teilnehmer das Führungsangebot an. Für das erste Halbjahr des laufenden Jahres gibt es nur noch wenige freie Termine für Schleusenführungen in Gruppen. Das lässt beim Stadtmanagement darauf hoffen, dass die Teilnehmerzahlen in diesem Jahr deutlich höher ausfallen werden. „Wir haben Kindergärten, Schulen, Landfrauen, Betriebsausflügler und auch Studenten und Gäste aus der Industrie in unseren Führungen“, sagt Martin Rösler und ergänzt: „Jeder Rundgang wird den Wünschen der Besucher entsprechend angepasst.“ Allgemein informierende Touren sind ebenso gefragt wie speziell ausgearbeitete Fachführungen für Studenten.


Kooperation mit Büsum wird angepeilt

Gemeinsam mit dem Tourismus Marketing Service Büsum und der Tourist-Information St. Peter Ording wird derzeit über eine Kooperation nachgedacht. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit sollen Gäste die Möglichkeit bekommen, mit Bussen die Westküste und somit die drei touristischen Ziele zu erkunden. „Eine ähnliche Überlegung gab es, als wir die Cuxhaven-Fähre noch hatten“, so Anne-Merle Wulf. Mit Kleinbussen sollten Tagesausflügler zur Draisinen-Anlage in Marne, der Seehundaufzuchtstation Friedrichskoog und anschließend in die Schleusenstadt gebracht werden, bevor es mit der Fähre wieder in Richtung Niedersachsen ging. „Konstruktive, vielversprechende Gespräche hatte es bereits gegeben.“
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