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Bruchgefahr in den Kronen: Linden im Dichterviertel gefällt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der erste Alarm kam von zwei Spaziergängerinnen: „Im Dichterviertel wird ein Baum gefällt!“, so der Anruf gestern in der Redaktion. Ein anderer Itzehoer beschwerte sich „mit Entsetzen“ bei der Stadt: Das abgesägte Holz sehe gesund aus, immer gebe es in Itzehoe nur radikale Eingriffe. „In anderen Städten ist man bemüht, Schätze zu bewahren, nur in Itzehoe scheint das nicht zu funktionieren.“ Und es sei unsensibel, die Bürger nicht vorher zu informieren.

Heinz-Rüdiger George, Leiter der Umweltabteilung und Adressat der empörten E-Mail, klärte auf Nachfrage unserer Zeitung auf. Insgesamt fünf Linden müssten im Dichterviertel weichen. Weil das gerade dort heikel sei, seien eigens externe Sachverständige eingeschaltet worden, die mit Steiger anrückten. Ergebnis: „Verschiedene Bäume waren in der Krone sehr stark bruchgefährdet.“ Das sei das Resultat einer Kappung vor mehreren Jahrzehnten, danach hätten sich die Kronen instabil aufgebaut, so George. An der Stelle des damaligen Schnittes gebe es Fäulnisprozesse – deshalb sei der Pflegeaufwand im Dichterviertel bereits überdurchschnittlich hoch gewesen. „Wir machen das nicht aus Jux und Dollerei“, betonte George. Wir sind sehr darauf bedacht, Alt-Bäume zu erhalten.“ An ihren bisherigen Standorten sollen nun neue Linden gepflanzt werden.

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erstellt am 29.Jan.2014 | 00:33 Uhr

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