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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 09:45 Uhr

Brokdorf will neues Bauland ausweisen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gemeinde will vor allem jungen Familien ein Angebot machen / Bis zu zehn Bauplätze in einem Gebiet nördlich der Dorfstraße

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2015 | 13:40 Uhr

Die Gemeinde Brokdorf mit ihrer Lage unmittelbar an der Elbe ist offenbar ein attraktiver Wohnstandort. „Wenn auf dem freien Markt Immobilien angeboten werden, sind die eigentlich immer recht schnell weg“, sagt Bürgermeisterin Elke Göttsche. Ein Bedarf an Bauland sei in der Gemeinde ebenfalls vorhanden, ergänzt sie – und weist auf entsprechende Nachfragen hin. Vor allem wolle man jungen Familien ein Angebot machen können.

Auf mehrheitlichen Beschluss der Gemeindevertretung soll daher jetzt ein Baugebiet ausgewiesen werden. Geplant sind zunächst acht bis zehn Grundstücke. Die Mitglieder des Bauausschusses hatten zuvor bereits über eine gemeindeeigene Fläche nördlich der Dorfstraße diskutiert. Dabei war allerdings festgestellt worden, dass es für das Gelände noch eingetragene Leitungsrechte gibt. Unter anderem liegt dort ein so genanntes Thermomesskabel, das allerdings nicht mehr aktiv ist. Auch ein weiteres Leitungsrecht gibt es, ohne dass es hier eine klar definierte Trasse gibt.

Laut Bauamt beim Amt Wilstermarsch könne nicht ausgeschlossen werden, dass im Erdreich des Planungsgebietes weitere unbekannte Kabelleitungen liegen. Vor der Erschließung sollen deshalb Kabel geortet werden. Der Rechteinhaber für das Messkabel habe bereits einen Verzicht signalisiert.

Thema war schließlich auch der eventuell erforderliche Bau von Lärmschutz in Richtung des Hotelparkplatzes an der Dorfstraße. Dies sei insbesondere dann erforderlich, wenn man die vorhandene Fläche möglichst komplett nutzen will. Ohne Lärmschutzmaßnahme müsste zur Wettern hin ein Abstand von 36 Metern eingehalten werden. Für einen ersten Bauabschnitt seien lärmmindernde Maßnahmen allerdings noch entbehrlich.

Bleibt die Frage der verkehrstechnischen Erschließung. So müsste für den zu erwartenden Anliegerverkehr die Brücke am Dörferdeich erweitert werden. Das allerdings wäre nur mit Inanspruchnahme privater Grundflächen möglich. Mit einem Ausbau könne sich der Eigentümer aber nicht anfreunden. Alternativ käme eine Erschließung über das Baugebiet „An der Wetter“ in Betracht. Die vorhandene Straße mit Wendehammer sei dafür geeignet.

In einem Grundsatzbeschluss will die Gemeinde jetzt die Planung vorantreiben. Für die Erschließung über das Baugebiet „An der Wettern “ und den Endausbau für die neuen Grundstücke rechnet man mit Kosten in Höhe von rund 800  000 Euro. Eine eventuell notwendige 80 Meter lange und 3,50 Meter hohe Lärmschutzwand würde mit weiteren rund 300  000 Euro zu Buche schlagen.

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