Brokdorf akut erinnert an 2011

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02. Juli 2015, 11:26 Uhr

Während der Revision im Kernkraftwerk Brokdorf seien im Jahre 2011 radioaktive Edelgase freigesetzt worden, die von der Menge her zum Teil den zehnfachen Wert des regulären Betriebes erreicht hätten. Mit dieser Feststellung reagieren Eilhard Stelzner und Karsten Hinrichsen von der Initiative Brokdorf akut auf jüngste Äußerungen von Kraftwerksleiter Uwe Jorden. Dieser hatte im Zusammenhang mit der kürzlich stattgefundenen Revision im Kraftwerk betont, dass etwaige Freisetzungen von Stoffen im Verhältnis zum normalen Betrieb praktisch nicht messbar gewesen seien.

Hinrichsen: „Die Initiative zeigt Verständnis dafür, dass Herr Jorden zwar die Anzahl der während der Revision verkauften Brötchen mit 22000 Stück benennen kann. Aber er erinnert sich im Interview nicht daran, dass es bei den Revisionen im AKW Brokdorf bereits mehrfach zu erheblich erhöhten Emissionen an radioaktiven Stoffen gekommen ist.“

Die damaligen Messungen
seien am Kamin mit zwei parallel laufenden Messgeräten ermittelt worden. Während der gleichen Revision seien die Emissionen von radioaktiven Edelgasen am 24. und 25. Juni 2011 zeitweise um das Einhundertfache höher als im Leistungsbetrieb gewesen.

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