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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 14:34 Uhr

Kunst-Aktion : Briefe an die Stadt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

„Was ich noch zu sagen hätte“: Die Künstlerin Wiebke Logemann ruft Itzehoer Bürger in einer Kunst-Aktion dazu auf, Briefe an ihre Stadt zu schreiben. Die Ergebnisse werden beim Kunstfestival im Herbst präsentiert.

von
erstellt am 23.Aug.2013 | 16:41 Uhr

Eine flammende Liebeserklärung? Eine böse Abrechnung? Oder einfach nur gute Wünsche für die Zukunft? Was Itzehoer ihrer Stadt schon immer mal sagen wollten, können sie jetzt in einem Brief aufschreiben. Im Rahmen des Kunstfestivals des Steinburger Künstlerbunds im Herbst stellt Wiebke Logemann die Aktion „Was ich noch zu sagen hätte: Ein Brief an meine Stadt“ auf die Beine.

Itzehoer, aber auch alle anderen Menschen, die sich mit der Stadt verbunden fühlen, sind aufgerufen, ihre Gedanken aufzuschreiben. Auf maximal einer DINA 4-Seite können sie schreiben, zeichnen oder aufkleben – mit Absender oder auch anonym. Neben „normalen“ Texten sind zum Beispiel auch Comics, Gedichte oder Collagen möglich. Wer sich beteiligt, willigt damit auch in die Veröffentlichung ein. Die Oldendorfer Künstlerin sammelt die Werke und wird sie beim Kunstfestival „verstreut im öffentlichen Raum“ präsentieren.

„Ich nehme das Bedürfnis auf, sich mitteilen zu wollen“, erklärt Wiebke Logemann. „Ich kenne das von der Lust, Leserbriefe zu schreiben, der ich mich auch gelegentlich hingebe“, sagt sie lachend. Auch Plattformen wie Facebook lebten von diesem Mitteilungsbedürfnis. Da beim Kunstfestival ausdrücklich die Bevölkerung eingebunden werden soll, passte die Aktion gut.

Wiebke Logemann ist selbst gespannt, was alles bei ihr eintrudeln wird. „Ich gebe mich ganz in die Hände der Itzehoer. Ich bin ja eigentlich nur der Ausstellungsaufhänger und bringe die Meinung der Bürger unters Volk“, sagt sie lachend. Die Künstlerin, die während des Festivals zudem eine Aktion am Hertie-Haus plant, hofft, „dass ich nicht nur Pöbeleien bekomme, sondern einen bunten Durchschnitt“. Auf jeden Fall aber rechnet sie fest mit reger Beteiligung: „Ich gehe davon aus, dass ich zugeschüttet werde.“


> Die Briefe können per Mail an brief@w-logemann.de oder per Post an Wiebke Logemann, Am Ehrenmal 19, 25588 Oldendorf, gesendet oder beim Stadtmanagement abgegeben werden. Bitte keine Originale, sondern nur Kopien einreichen, da die Briefe nicht zurückgegeben werden können.

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