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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 14:42 Uhr

Breitband: Schwächere benachteiligt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Kritische Töne im Beidenflether Gemeinderat

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2013 | 00:35 Uhr

In vielen anderen Gemeinde ein Thema, das hinter verschlossenen Türen beraten wurde, in Beidenfleth machten es die Gemeindevertreter unter dem Vorsitz von Bürgermeister Peter Krey nach einmütiger Abstimmung öffentlich: Die Vergabe und Finanzierung des Breitbandausbaus im Verbandsgebiet des Zweckverbandes „Breitbandversorgung Steinburg“. Dabei ging es um die Kenntnisnahme der Vergabe und Risikobewertung durch die Gemeindevertretung. In Beidenfleth machte Volker Struve (CDU) die Enttäuschung deutlich – und übte Kritik an der Vergabe, bei der die Wilstermarschgemeinden bei dem Ziel, ihren Einwohnern schnelles Internet zu bieten, auf der Strecke blieben.

Zuvor hatte Heiko Wiese, Leiter der Amtsverwaltung Wilstermarsch, über den Stand der Breitbandversorgung berichtet. Nach der zweiten Ausschreibung – amtsweise für den Kreis Steinburg – sei das Ergebnis im November in der Zweckverbandsversammlung (unsere Zeitung berichtete) vorgestellt worden. „Für die Wilstermarsch mit der Stadt Wilster ebenso wie für die Krempermarsch und das Amt Horst-Herzhorn lag kein Angebot vor“, berichtete Wiese. Die ausgesparten Bereich wären für eine Breitbandversorgung zu unwirtschaftlich. Gleichzeitig beruhigte er die Gemeindevertreter und Bürger, auch wenn die Wilstermarschgemeinden dem Zweckverband angehören, so würde das Risiko der Breitbandversorgung in den ausgewählten Ämtern nicht auf alle Schultern verteilt. In die Umlagezahlung und Haftung seien die nicht versorgten Gebiete nicht einbezogen. „Wir können jetzt entspannt schauen, was passiert“, fügte Wiese hinzu. Wenn sich abzeichnen würde, dass eine Ausschreibung auch für das Amt Wilstermarsch und die Stadt Wilster erfolgreich sein könnte, werde eine solche wiederholt. Er unterstrich den Vorteil des Zweckverbandes. „Alleine wären wir noch schwächer.“

So ganz wollte Volker Struve dem nicht beipflichten. Schließlich sei der Zweckverband gegründet worden, um auch die Schwächeren zu beteiligen, „und jetzt werden die, die günstiger liegen begünstigt – wir nicht“. Sinn des Zusammenschlusses sei doch gewesen, möglichst alle zu versorgen. Heiko Wiese erläuterte daraufhin, dass der Anbieter aus Neumünster sich den gesamten Kreis Steinburg zu vorsorgen noch nicht zutraue, das Risiko sei in einem Schritt zu groß.


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