Glasfasertechnik : Breitband: Ausbau startet

Zeigen das rot umrandete Ausbaugebiet (v.  l.): Holger Rosenwanger, Dr. Andreas Koeppen und Manfred Tenfelde.  Foto: ehrich
Zeigen das rot umrandete Ausbaugebiet (v. l.): Holger Rosenwanger, Dr. Andreas Koeppen und Manfred Tenfelde. Foto: ehrich

Die Stadtwerke Itzehoe beginnen mit der Verlegung von Glasfaserkabeln im Wellenkamper Wohngebiet.

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26. Februar 2013, 08:00 Uhr

itzehoe | Internet mit Lichtgeschwindigkeit - neun Umlandgemeinden haben die Stadtwerke Itzehoe schon damit versorgt. Jetzt startet der Ausbau im Stadtgebiet, und zwar in einem Teil Wellenkamps. Der Rest Itzehoes muss sich gedulden und vor allem ausreichend die IZ-KOM-Angebote der Stadtwerke nutzen.
Denn 40 Prozent der Haushalte im jeweiligen Gebiet müssen sich anschließen. "Darunter werden wir nicht bauen, weil es dann für uns nicht wirtschaftlich ist", sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Manfred Tenfelde. Das Unternehmen habe eine Verantwortung gegenüber den Kunden und der Stadt als alleinigem Anteilseigner, sagt Aufsichtsratsvor sitzender Holger Rosenwanger. Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen pflichtet bei: "Es geht auch um den städtischen Haushalt. Da haben wir eine klare Verabredung miteinander."
Die 40 Prozent wurden nicht erreicht in den Wellenkamper Gebieten, in denen Mehrfamilienhäuser dominieren. Deshalb wurde der Bereich geteilt, als erste Itzehoer kommen die Bürger im Baugebiet nördlich des Lübschen Kamps in den Genuss der Glasfasertechnik. Dort war das Interesse der etwa 300 Eigenheimbenutzer groß genug - Rosenwanger und Koeppen können aus eigenem Erleben von Internetausfällen in dem "Pilotgebiet" berichten. Dagegen sei Glasfaser wesentlich unanfälliger, und im Zweifel sei der Service vor Ort. Vor allem aber sei es leistungsfähiger.
25, 50 und 100 Megabit pro Sekunde bieten die Stadtwerken derzeit in ihren Triple-Play-Paketen für Telefon, Internet und Fernsehen an, ab Sommer nur noch 50 und 100 Mbit. Die Grenze ist damit längst nicht erreicht. Und: Die Bandbreite sei an jedem Anschluss stabil, auch wenn viele Nutzer im Internet surften.
Erschlossen werden auch die Häuser am Kamper Weg und am Lübschen Kamp, denn dort laufen die Ferntrassen nach Kremperheide und Heiligenstedtenerkamp. Sobald das Wetter es zulässt, werden die Ortstrassen und die Hausanschlüsse gebaut. Letztere sind bei Abschluss vor Baubeginn kostenfrei, während des Ausbaus kosten sie 290, danach 990 Euro. Insgesamt seien für das Projekt "relativ geringe Mittel" in Höhe von 600 000 Euro erforderlich, so Rosenwanger. Je nach Dauer ihres Altvertrags könnten Kunden im Sommer das Angebot der Stadtwerke nutzen.
Um alle Haushalte in Itzehoe zu versorgen, müssten 30 Millionen Euro investiert werden, sagt Tenfelde. Das sei in fünf Jahren zu schaffen, wenn die Anschlussquote erreicht werde. Die Stadtwerke haben Itzehoe in sechs "Cluster" aufgeteilt, in zweien soll der Vertrieb in diesem Jahr beginnen. Details werden noch nicht verraten.

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